Wendejahre
Maximilian I.
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Dienstag, 18.06.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

MEINUNG

Nicht die Trainer haben den Niedergang des FCA zu verantworten

Anmerkungen zum FCA 

Von Siegfried Zagler

Als Cheftrainer Manuel Baum nach dem 28. Spieltag mit 25 Punkten (nach dem 0:3 in Nürnberg und der 0:4 Heimniederlage gegen Hoffenheim) vom FCA-Management freigestellt wurde, präsentierten Hofmann und Reuter der überraschten Öffentlichkeit nur ein Argument, nämlich „sehr schwankende Leistungen der Mannschaft“. Anschließend holte der neue Trainer Martin Schmidt gegen Frankfurt und Stuttgart sechs Punkte bei sehr guten Leistungen, dann folgten vier Katastrophenspiele mit dem negativen Höhepunkt in Wolfsburg.

Waren unter Baum die Leistungen schwankend, waren sie unter Schmidt nach einem kurzen Strohfeuer beinahe durchgehend schlecht. Mit 32 Punkten belegt der FCA am Ende der Saison Platz 15. Schmidt holte 7 Punkte aus sechs Spielen bei 17 (!) Gegentoren. 

Mit 32 Punkten steigt man normalerweise sang- und klanglos ab. Dass dies nicht der Fall war, verdankt der FCA allein dem Umstand, dass es heuer tatsächlich drei Mannschaften gab, die noch schlechter waren als die Augsburger. Die schwache Punkteausbeute der letzten beiden Mannschaften ist Bundesligarekord. Direkt die Klasse gehalten hätte der FCA mit 28 Punkten. In die Relegation hätte es der FCA selbst dann geschafft, wenn er nach der Baum-Freistellung keinen Punkt mehr geholt hätte.

Den Augsburger Leistungseinbruch nach einem guten Start darf man nicht Manuel Baum anrechnen, sondern eben dem Kader, der mit zu vielen verletzungsanfälligen Spielern bestückt ist (Finnbogason, Schieber, Moravek, Framberger, Stafylidis, Koo, Gouweleeuw) oder an bestimmten Positionen zu wenig Qualität in der Breite hat. Die Neuzugänge Jensen, Götze, Oxford sind noch weit unter Bundesliganiveau und mit Michael Gregoritsch gehört ein Spieler zum Stammpersonal, dessen schwere Formschwankungen kaum mehr zu ertragen sind. 

Zwei Suspendierungen von Leistungsträgern (Caiuby, Hinteregger), ein Riesenproblem auf der Torhüterposition sowie die durchgehende Verletztenmisere haben den ursprünglich „stärksten Kader aller Zeiten“ (DAZ) zu einem Torso geschmolzen, mit dem jeder Trainer in große Schwierigkeiten gekommen wäre.

Mit Baum wäre der FCA auch vor Hannover und Nürnberg gelandet und sehr wahrscheinlich auch vor Stuttgart. Diese Aussage lässt sich mit einem kurzen Blick auf die Tabelle untermauern. Einen Trainerwechsel, der direkt zwei Siege zur rechten Zeit brachte, kann man dennoch nicht schlechtreden. Festzuhalten ist aber zum Saisonende, dass der beispiellose Niedergang des FC Augsburg nicht von den Trainern, sondern vom Management, also von Reuter und Hofmann zu verantworten ist.

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenFC Bayern34246488:325678
2Borussia DortmundDortmund34237481:443776
3RB LeipzigRB Leipzig34199663:293466
4Bayer LeverkusenLeverkusen341841269:521758
5Bor. MönchengladbachM'gladbach341671155:421355
6VfL WolfsburgWolfsburg341671162:501255
7Eintracht FrankfurtFrankfurt341591060:481254
8Werder BremenSV Werder341411958:49953
91899 HoffenheimHoffenheim341312970:521851
10Fortuna DüsseldorfDüsseldorf341351649:65-1644
11Hertha BSCHertha BSC3411101349:57-843
121. FSV Mainz 05Mainz 05341271546:57-1143
13SC FreiburgSC Freiburg348121446:61-1536
14FC Schalke 04Schalke 0434891737:55-1833
15FC AugsburgAugsburg34881851:71-2032
16VfB StuttgartVfB Stuttgart34772032:70-3828
17Hannover 96Hannover 9634562331:71-4021
181. FC NürnbergNürnberg343102126:68-4219

 

 



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