Neujahrskonzert in der Kongresshalle: Alles Walzer
Das Konzert zum Jahresbeginn 2017 widmete Generalmusikdirektor Domonkos Héja dem Walzer und moderierte das Programm selbst mit charmantem Augenzwinkern.
Von Halrun Reinholz
Das große Vorbild aller Neujahrskonzerte in Wien zu kopieren, empfiehlt sich nicht bei all den Konzertveranstaltungen, die es landauf landab zum Neujahrstag gibt. Doch selbstverständlich ist es eine schöne Tradition, das neue Jahr musikalisch zu begrüßen. Leicht und unterhaltsam, aber doch mit dem künstlerischen Anspruch eines seriösen professionellen Orchesters – das wird zu diesem Anlass erwartet und die Augsburger Philharmoniker werden dieser Vorgabe auch schon seit einigen Jahren vorzüglich gerecht. Unter Dirk Kaftan hatte es sich eingebürgert, eine Art „Wunschkonzert“ des Publikums zusammenzustellen.
Domonkos Héja wählte nun für den Auftakt 2017 den Walzer als Thema. Wobei die Überschrift „Geschichte des Walzers“ eher Akademisches als Unterhaltsames versprach. Doch mittlerweile weiß das Augsburger Publikum, dass die Programmzusammenstellung des GMD immer eine Mischung aus Bewährtem und Überraschendem ist. Und auch, dass von ihm keine langatmigen akademischen Vorträge zu erwarten sind, selbst wenn er in Personalunion als Dirigent und Moderator auftritt. Mit dem ihm eigenen ungarischen Charme verkündete er, dass es nun auch seine Frau nach gut einem Jahr endlich geschafft habe, eines seiner Konzerte zu besuchen – das Neujahrskonzert nämlich. Und in zwanglosem Plauderton erläuterte er dann die Zusammenstellung des Programms. Um eine „Geschichte“ des Walzers im eigentlichen Sinn handelte es sich freilich nicht. Vielmehr ging es Héja darum, verschiedene Erscheinungsformen des Dreivierteltaktes im Laufe der Musikgeschichte aufzuzeigen.
