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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Neues Fugger-Bildnis in der Staatsgalerie Alte Meister in der Katharinenkirche

Stadt erhält Fugger-Porträt-Leihgabe aus Privatbesitz

Hans Maler (um 1475/80 – um 1526/29), Ulrich Fugger der Jüngere, 1525, Holz, 41,5 x 35,3 cm. Leihgabe aus Privatbesitz, Inv.-Nr. L 2724, Foto: Privat.

Hans Maler (um 1475/80 – um 1526/29), Ulrich Fugger der Jüngere, 1525, Holz, 41,5 x 35,3 cm. Leihgabe aus Privatbesitz, Inv.-Nr. L 2724, Foto: Privat


Aus Privatbesitz konnte Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl gestern eine wertvolle Leihgabe an die Stadt Augsburg in Empfang nehmen. Das Bildnis Ulrich Fuggers des Jüngeren wurde 1525 von Hans Maler geschaffen und ist nun in der Staatsgalerie Alte Meister in der Katharinenkirche ausgestellt. Ulrich Fugger war der Neffe Jakob Fuggers des Reichen und zusammen mit seinem Cousin Anton als dessen Nachfolger ausersehen. Ab 1512 ist er als Mitarbeiter in der berühmten Handelsgesellschaft nachweisbar und durfte den Onkel bei repräsentativen Anlässen vertreten. 1524 übernahm er die Firmenniederlassung in Tirol. Bereits im Jahr darauf verstarb Ulrich 35-jährig in Schwaz, wenige Monate vor seinem Onkel Jakob.

Das Porträt besticht durch hohe malerische Qualität und die einfühlsame Charakterisierung des Dargestellten. Die kleinen Härchen von Bart und Nackenhaar, die sich vor dem Blau des Hintergrunds abheben, die lebendigen Augen sowie das fein modellierte Inkarnat verleihen ihm eine natürliche Wirkung. Hans Maler zeigt uns eine nachdenkliche, eher in sich gekehrte Persönlichkeit, die so ganz anders zu sein scheint als Jakob Fugger in dem heroisierenden Bildnis Albrecht Dürers.


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