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Samstag, 25.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Neuer Kulturbeirat steht

Das neu gewählte Gremium wurde gestern durch den Kulturausschuss bestätigt und beginnt mit der Arbeit in der zweiten Junihälfte

Das gewählte Gremium des Kulturbeirats ist durch den Kulturausschuss bestätigt und steht somit fest. Der Beirat hat zur Aufgabe, den Stadtrat sowie den Kulturausschuss in kulturellen Fragen zu beraten, die Zusammenarbeit der politischen Vertreterinnen und Vertreter mit kulturellen Organisationen, Einrichtungen und Kulturschaffenden zu fördern sowie gegenseitiges Verständnis zu verstärken. Er soll dabei die reiche Erfahrung seiner Mitglieder unter Berücksichtigung der gesamten, vielfältigen Augsburger Kulturlandschaft einbringen und für die Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik nutzbar machen.

Freie Szene mit fünf Mitgliedern vertreten

Neben dem bisherigen Vorsitzenden Korbinian Grabmeier (Choreoloop e.V., theter ensemble) sowie den ebenfalls für drei weitere Jahre bestätigten Mitgliedern Alexander Ratschinskij (Freier Veranstalter, Pinealis Productions) und Susi Weber (Grandhotel Cosmopolis), vertreten zukünftig Burak Küçük (Freier Veranstalter) und Lisa Seifert, Sängerin der Band John Garner, die Interessen der Freien Szene im Kulturbeirat. Das zehnköpfige Gremium komplettieren fünf stimmberechtigte institutionelle Mitglieder: Den Stadtjugendring vertritt Jutta Holzapfel, die Museumslandschaft ist durch Dr. Karl Borromäus Murr, den Leiter des Staatlichen Textil- und Industriemuseums Augsburg vertreten, für das Staatstheater Augsburg zieht erneut Intendant André Bücker ein, den Runden Tisch der Religionen vertritt abermals Josef Strzegowski und Universität (Prof. Martin Kaufhold) und Hochschule (Prof. Carolin Jörg) teilen sich auch zukünftig eine gemeinsame Stimme im Kulturbeirat.

Kulturreferent Enninger: Ein Beirat mit Vorbildwirkung

„Der Kulturbeirat ist ein sehr bedeutsames Beratungsgremium für die kulturpolitisch Entscheidenden. Er hat dabei eine besondere Vorbildwirkung für den Prozess kommunaler kulturpolitischer Entscheidungen für Bayern und darüber hinaus. Daher gratuliere ich den neu- sowie den wiedergewählten Mitgliedern des Kulturbeirats ganz herzlich und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit diesem so wichtigen beratenden Gremium. Die Wahlbeteiligung war überwältigend und unterstreicht die Relevanz und Bedeutung der Empfehlungen dieses partizipativen Partners der Kulturverwaltung. Mein ganz besonders herzlicher Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit gilt dem bisherigen Kulturbeirat“, so derKulturreferent.

Bürgerschaft an Repräsentanz beteiligt

In dieser neuen Zusammensetzung übernimmt der Kulturbeirat in den nächsten drei Jahren seine Rolle als Mittler zwischen Politik und Augsburger Kulturszene. Mit der Bestätigung des gewählten Gremiums durch den Kulturausschuss am 10. Mai findet die Kulturbeiratswahl 2021 ihren Abschluss. Während die im Beirat gesetzten Institutionen ihre zukünftigen Mitglieder wie in der Vergangenheit direkt entsandten, ermittelte die Freie Szene ihre Vertretung erfolgreich über einen digitalen Bürgerbeteiligungsprozess mit anschließender Briefwahl.

Der neu besetzte Beirat nimmt seine Arbeit in der zweiten Junihälfte auf und löst damit das bisherige Gremium ab, dessen um sechs Monate verlängerte Amtszeit am 15. Juni 2021 endet. Um einen arbeitsfähigen Beirat zu finden, der ein Abbild der gesamten, vielfältigen Kulturlandschaft Augsburgs darstellt und große Legitimation durch die Szene erfährt, waren Kulturschaffende und -interessierte am Montag, 3. Mai 2021 aufgerufen worden, sich an der Repräsentanz der Freien Szene im Kulturbeirat zu beteiligen. Im Rahmen einer digitalen Veranstaltung zur Nominierung verständigten sich mehr als 100 Teilnehmende einvernehmlich auf 26 Nominierte, aus deren Kreis per Briefwahl fünf ehrenamtliche Kulturbeiratsmitglieder ausgewählt wurden.