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Mittwoch, 28.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Neue Koordinatorin beim Gemeindepsychiatrischen Verbund Augsburg / Aichach-Friedberg

Der Gemeindepsychiatrische Verbund (GPV) für die Stadt Augsburg und die beiden angrenzenden Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg hat eine neue Koordinatorin: Gerlinde Thon ist als Nachfolgerin von Eva Kraus für die Vernetzung aller Einrichtungen und Institutionen für psychisch kranke Menschen im Großraum Augsburg zuständig.

Die Sozialpädagogin bringt nicht nur berufliche Erfahrungen aus der Jugendhilfe und der Jugendbildungsarbeit mit, auch die Arbeit mit alten und psychisch kranken Menschen ist ihr vertraut. Darüber hinaus engagierte sich die gebürtige Augsburgerin ehrenamtlich bei der Aidshilfe und ist – ebenso ehrenamtlich – für das Freiwilligenzentrum tätig. “Für die Tätigkeit als Koordinatorin ist es ratsam, verschiedene Teilbereiche der Sozialarbeit zu kennen und hilfreich, Einblick in einen anderen Beruf zu haben”, so die 49jährige, die ihre Berufslaufbahn als Industriekauffrau startete.

Ambulant vor stationär

Maximilian Monzer begrüßt Gerlinde Thon als neue Mitarbeiterin des Bezirks Schwaben

Maximilian Monzer begrüßt Gerlinde Thon als neue Mitarbeiterin des Bezirks Schwaben


An ihrer neuen Tätigkeit als GPV-Koordinatorin reizt sie auch die Möglichkeit, “mich für eine häufig viel zu wenig beachtete Personengruppe engagieren zu können”, betont Gerlinde Thon. Die Gemeindepsychiatrischen Verbünde in Schwaben sind regionale Gremien, in denen sowohl die Kostenträger als auch die Leistungsanbieter – also beispielsweise Heimeinrichtungen, Träger von Tagesstätten, Beratungsstellen und Ambulant Betreutem Wohnen – zusammenarbeiten. “Darüber hinaus sind auch die für die medizinische Behandlung und Betreuung zuständigen Institutionen, beispielsweise die psychiatrischen Fachkliniken und die niedergelassenen Fachärzte, eingebunden”, betont Maximilian Monzer, Leiter des Kompetenzzentrums Schwäbische Sozialpsychiatrie beim Bezirk Schwaben. Wichtig sei ebenso die Einbeziehung der Psychiatrieerfahrenen selbst und der Angehörigen.

Die GPV-Arbeit zielt darauf ab, dass für psychisch kranke Menschen ein wohnortnahes Angebot geschaffen wird, mit dem auch möglichst wiederholte Klinikeinweisungen oder Heimaufenthalte verhindert werden können. “Gemeinsam suchen wir im GPV im Sinne der Netzwerkarbeit nach zeitgemäßen Lösungen und orientieren uns am Bedarf und den Möglichkeiten des Einzelnen”, so Gerlinde Thon.

» Der Gemeindepsychiatrische Verbund im Augsburg-Wiki