Mehr Hitzeschutz für Schulen und Kitas
Im Rahmen des städtischen Hitzeaktionsplans setzt die Stadt Augsburg verstärkt auf Begrünung und Beschattung, um Kinder als besonders vulnerable Gruppe vor extremer Hitze zu schützen.
Von Bruno Stubenrauch
„Ich wachse langsam, Jahr für Jahr“: Gedicht am neu gepflanzten Klimabaum der Friedrich-Ebert-Grundschule (Foto: DAZ)Noch ist es kühl, aber der Sommer kommt bestimmt: Angesichts der zunehmenden Zahl von Hitzetagen über 30 Grad treibt die Stadt Augsburg die klimaresiliente Umgestaltung ihrer Bildungseinrichtungen voran. Ziel ist es, ein gesundes Lern- und Spielumfeld zu schaffen. „Wir arbeiten konsequent daran, unsere Schulhöfe so zu gestalten, dass sie auch in heißen Sommern Schutz und Abkühlung bieten“, betont Bürgermeisterin Martina Wild.
Klimabäume und grüne Klassenzimmer

Japanische Zelkove im Schulhof
Ein zentraler Baustein sind Neupflanzungen: So wurde an der Friedrich-Ebert-Grundschule in Göggingen jüngst eine Japanische Zelkove als „Klimabaum“ gesetzt. An der Johann-Strauß-Grundschule in Haunstetten setzt man zudem auf Dachbegrünung und sogenannte „Grüne Klassenzimmer“, die Unterricht im kühlen Freien ermöglichen. Auch die Nachpflanzung von Bäumen, wie an der St. Georg Grund- und Mittelschule, sowie die Installation von Sonnensegeln gehören zum Maßnahmenpaket.
Schattige Plätze für alle Kinder
Umweltreferent Reiner Erben unterstreicht die Notwendigkeit, versiegelte Flächen aufzubrechen und durch Schattenelemente die Aufenthaltsqualität nachhaltig zu verbessern. Dies betrifft nicht nur Schulen: Aktuell werden auch Sonnenschutzpavillons an Freizeiteinrichtungen in sozialen Brennpunkten übergeben, um Kindern aus beengten Wohnverhältnissen schattige Plätze im Freien zu ermöglichen.
Der Hitzeaktionsplan ist ein Kernstück der Augsburger Strategie zur Anpassung an den Klimawandel. Weitere Informationen gibt es unter augsburg.de/hitzeschutz.
💡Ausgeleuchtet: Was ist ein Klimabaum?