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Dienstag, 26.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Maxstraßenbestuhlung: “Ein Musterbeispiel für Inklusion”

Für überflüssig und überzogen hält Sozialreferent Max Weinkamm die Diskussion um die Positionierung der Außenbestuhlung auf dem Gehweg der Maximilianstraße.

Gegenstand von Diskussionen und Stadtratsanträgen: die Bestuhlung der Außengastronomie in der Maximilianstraße

Er sei sehr verwundert, was alles in Augsburg diskutiert werden könne, nämlich ob jemand besser seinen Kaffee schlürfe oder seinen Toast zu sich nehme, wenn er an der Hauswand sitzt anstatt drei Meter davon weg. In einem gestern veröffentlichten Podcast lädt Max Weinkamm alle Diskutanten dazu ein, sich beim Blindenbund in der Rugendastraße eine undurchsichtige Brille und einen Blindenstab auszuleihen und einmal die Maxstraße herauf- und herunterzulaufen. “Dann merken Sie, wie abhängig Menschen, die nicht sehen wie wir, davon sind, dass sie zuverlässige Kanten haben, an denen sie sich entlanghangeln können.” Der Sozialreferent ist sich sicher, dass damit “diese seltsame Debatte mit einem Schlag erledigt” wäre. Der Bauverwaltung stellte Weinkamm ein Sonderlob aus: sie habe mustergültig geplant, um Sehbehinderte auf ihren Wegen in der Innenstadt zu unterstützen.