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Samstag, 22.01.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Maxstraße: Wirte zeigen sich verantwortungsbewusst

Rund 40 Gastronomen waren der Einladung von Ordnungsreferent Walter Böhm gefolgt, um sich über die Vorteile der vom Stadtrat gewünschten Selbstverpflichtung der Gastronomie zu informieren.

„Die Wirte sind durchaus bereit, Verantwortung für das Wohl der Gäste und der Anwohner zu übernehmen und dafür auch ihre Betriebskonzepte zu ändern“, bilanziert Ordnungsreferent Walter Böhm sein Gespräch mit den Innenstadt-Wirten. Mit Vertretern der Stadt und des Polizeipräsidiums Schwaben Nord wurde neben der Selbstverpflichtung auch das Thema des künftigen Verbots für den „to-go-Verkauf“ besprochen. Am Ende des Informationsgesprächs hatten 17 Wirte die Erklärung unterschrieben.

Die Erklärung setzt ein Zeichen, um das Wohl der Gäste und der Anwohner wieder in Einklang zu bringen. Sie ist ein Angebot der Stadt an die Gastronomen, Verantwortung für ihre Gäste und die angrenzende Nachbarschaft zu übernehmen. „Das bedeutet auch, mit einer bewussten Abgabe von alkoholischen Getränken den unerwünschten und teilweise auch gefährlichen Folgen eines leichtsinnigen Alkoholgenusses entgegen zu wirken“, so Böhm.

Party in den Lokalen belassen

Die Selbstverpflichtungserklärung, mit der Gastronomen zum Beispiel auf das so genannte „Kübel-Saufen“ verzichten, ist Teil eines vom Stadtrat beschlossenen Maßnahmenpakets zur Eindämmung unhaltbarer „After-Party-Zustände“. Dazu gehört auch, dass Gastronomiebetriebe in der Innenstadt, die Speisen und Getränke auf die Straße verkaufen („to-go-Verkauf“), künftig um 1 Uhr nachts schließen müssen. Die vom Stadtrat beschlossene neue Sperrzeit tritt ab Montag, 2. März in Kraft. Mit dem „to-go-Verbot“ ab 1 Uhr gestaltet sich der Feier-Aufenthalt im Freien weit weniger komfortabel und wird entsprechend unattraktiver. Ziel ist, die Party in den Lokalen zu belassen und damit lautstarke Diskussionen vor Schlafzimmerfenstern, menschliche Hinterlassenschaften und Verpackungsmüll zu vermeiden und damit die Wohnqualität der Anwohner nachhaltig zu verbessern.