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Montag, 06.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Maxstraße: Leipprand vs. Schafitel – Zweiter Akt

Der Stillstand in der Sanierungsachse Dom – Ulrich geht für Eva Leipprand bis ins Jahr 1999 zurück. Die Kaisermeilenidee wurde zwar von allen Parteien begrüßt, aber als man nicht zulassen wollte, dass es auf der Maxstraße 60 Parkplätze weniger gibt, kam die Herkulesgarage ins Spiel. Eine Umstand, der – laut Leipprand – zum zehnjährigen Stillstand in Sachen Kaisermeile geführt hat.

Die Grüne Stadträtin hat in einem DAZ-Beitrag die Forderung des Architekten Volker Schafitel nach einer Gleisführung durch die Maxstraße als „verwirrend“ und nicht dem Ideenwettbewerb entsprechend bezeichnet. Volker Schafitel kritisierte Leipprands Beitrag knorrig, was wiederum Eva Leipprand zu einer weiteren Replik provozierte.

„Das ist wieder einmal ein echter Schafitel! Schnell zusammengeschrieben, schlecht recherchiert (wenn überhaupt!), eigenwillig argumentiert. Ich mache mir noch dieses eine Mal die Mühe, ausführlich zu antworten“, so Eva Leipprand an die DAZ über Volker Schafitels Leipprand-Kritik„.

Und tatsächlich hat sich Schafitel mindestens in der Angelegenheit „Herkulesgarage“ vertan: Kurt Gribl war damals nicht als Rechtsanwalt der Investoren für die Herkulesgarage tätig, wie es Schafitel zu wissen glaubte, sondern er war selbst Investor: Gribl war einer der vier Hauptaktionäre der „Eurogaragen AG“, die offensichtlich nur für den Bau der Herkulesgarage gegründet wurde. Nach 2002 sei die Situation bezüglich der Maxstraße politisch so verfahren gewesen, dass die Grünen sich im Wahlkampf 2002 für das Forum Innenstadt Augsburg (FIA) stark machten, um später deren erarbeitetes Leitbild für die Achse Dom – Ulrich sowie den Umbau des Ulrichplatzes nach Empfehlung des FIA zu fordern. Aber damit konnten sich die Grünen, laut Leipprand, im Regenbogen nicht durchsetzen.

Außerdem entspricht nach Leipprands Auffassung Schafitels Aussage, dass er mit seinem Kö-Bürgerentscheid die Kaisermeile nie in Frage gestellt habe, „nicht den Tatsachen“. Der Bürgerentscheid forderte einen offenen Ideenwettbewerb, der ein Gesamtkonzept für den künftigen innerstädtischen öffentlichen Personennahverkehr und den motorisierten Individualverkehr zum Inhalt hat. Damit stelle er auch die Maxstraßenplanung wieder zur Disposition, so Eva Leipprand zur DAZ.

» Die Stellungnahme von Eva Leipprand im kompletten Wortlaut (pdf, 55 kB)