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Dienstag, 03.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Maxstraße: Grüne wollen Gleise behalten

Baureferent Gerd Merkle hatte unlängst die Rathausfraktionen aufgefordert, sich zur Straßenbahnführung durch die Maximilianstraße zu äußern. Die Augsburger Grünen teilten am vergangenen Montag Merkle mit, dass sie keine Alternative zu den Straßenbahngleisen in der Maxstraße sehen.

Die Straßenbahnführung durch die Maxstraße sei seit langem Beschlusslage, außerdem fordere das aktuell laufende Bürgerbegehren ebenfalls eine Straßenbahnlinie durch die Maxstraße. Aufgrund dieses Bürgerbegehrens habe der Stadtrat letztes Jahr in einer Sondersitzung noch einmal die Führung einer Tramlinie durch die Maxstraße beschlossen, so der Grüne Stadtrat Dieter Ferdinand.

Merkle hält sich in der Debatte um die Maxstraße zurück

"Option eines Linienbetriebs": Tram in der Maxstraße

"Option eines Linienbetriebs": Tram in der Maxstraße


Aus Sicht der Grünen Fraktion sind die Gleise vor allem wichtig für die betrieblichen Abläufe der Stadtwerke, da über die Maxstraße die Straßenbahnen ins Depot einrücken. Darüber hinaus würde die Fraktion gerne die Option eines Linienbetriebs in der Maxstraße erhalten. Verwundert äußern sich die Grünen über den Zeitpunkt der Initiative kurz vor der Entscheidung zum Königsplatz. Beide Bebauungspläne, zur Maximilianstraße und zum Königsplatz, sind eng miteinander verzahnt. „Referent Merkle wollte den Umbau des Königsplatzes Ende 2010 fertig haben. Jetzt gibt es noch nicht einmal einen Beschluss“, so Eva Leipprand, die die Grünen im Bauausschuss vertritt. Man solle sich jetzt nicht in endlosen Debatten verlieren, sondern mit dem Umbau des Königsplatzes beginnen.

Baureferent Gerd Merkle hatte den Termin „Ende 2010“ im Zusammenhang mit dem Königsplatz allerdings für den Baubeginn, nicht für die Fertigstellung genannt. In der städtebaulichen Debatte um die Maxstraße hält er sich zurück. Merkle gilt zwar als Gegner einer Straßenbahnbahnführung durch die Maxstraße, will aber den Diskurs in dieser vielschichtigen Angelegenheit interfraktionell von den Parteien entscheiden lassen.