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Montag, 29.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Maxstraße: FDP setzt auf Freiheit der Wirte

Die freiwillige Selbstverpflichtung der Gastronomen, die der Allgemeine Ausschuss am Mittwoch befürwortet hatte, ist für die Vorsitzende der Augsburger FDP, MdB Miriam Gruß, „absoluter Unsinn“. Sie schränke die selbstverantwortliche Freiheit der Wirte unnötig ein, ihre Einhaltung wäre auch mit einem höheren Aufgebot an Polizeistreifen kaum zu überprüfen. Gemäß der Selbstverpflichtung, die auf mehreren Runden Tischen zur Maxstraße entwickelt wurde, sollen sich Gastronomen in der Maxstraße unter anderem dazu verpflichten, Betrunkene bereits am Eingang abzuweisen, auf Happy-Hour-Angebote nach 24 Uhr zu verzichten und nach Mitternacht keine To-Go-Produkte mehr anzubieten. Dazu Miriam Gruß: „Wir alle wollen mehr Sicherheit und Sauberkeit in der Maxstraße. Aber die Wirte für das Verhalten ihrer Gäste verantwortlich zu machen, ist der falsche Weg.“

Auch die FDP sitzt im Allgemeinen Ausschuss der Stadt, der die Selbstverpflichtungserklärung vorberaten und einstimmig befürwortet hatte. Stadträtin Rose-Marie Kranzfelder-Poth (FDP), am Sitzungstag verhindert, hatte sich allerdings von Günter Göttling (CSU) vertreten lassen.

Siehe auch:

Übermäßiger Alkoholkonsum in der Maxstraße: Selbstverpflichtung der Gastronomen