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Sonntag, 05.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Luther und die Juden



Luthers Traktat „Daß Jesus Christus ein geborner Jude sei“ von 1523 scheint wie ein Stern, der noch immer leuchtet, selbst wenn er längst verglüht ist, in die dunkle Spätphase seines Wirkens in den 1540er Jahren, als Zorn und Hass gegen die Juden seine Feder führten. Wie passen diese Phasen seines Wirkens zusammen? In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Forum Annahof veranstaltet das Jüdische Kulturmuseum am Donnerstag, 7. Februar einen Vortrag zu diesem Problem. Im Hollbau (Annahof 4) spricht der evangelische Theologe Prof. Dr. theol. Dr. phil. h.c. Peter von der Osten-Sacken, der bis 2005 an der Humboldt-Universität Berlin gelehrt hat. Sein Vortrag soll einen Überblick geben über die Einstellung Luthers zu Juden und Judentum in den verschiedenen Stadien seines Wirkens. Von der Osten-Sacken spürt den jeweiligen Gründen für das Reden und Handeln des Reformators nach und fragt nach Konsequenzen für Kirche und Theologie. Eintritt 5 / 3 Euro.

Bild:

Prof. Peter von der Osten-Sacken.