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Freitag, 11.11.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Linke zweifeln an freier Wahl bei Schlecker

Die Stadtratsgruppe Die Linke zweifelt ein kürzlich ergangenes Urteil des Augsburger Arbeitsgerichts an. Darin wurde die Betriebsratswahl bei Schlecker in der Region Augsburg für rechtens erklärt und in weiten Teilen die anders lautende Argumentation des Wahlvorstands verworfen.

Nach Auffassung der Linken gebe es Zweifel, dass alle Stimmen nach den Grundsätzen einer freien und geheimen Wahl abgegeben wurden. So sei auf 93 der 103 von der Spitzenkandidatin der arbeitgebernahen Liste übergebenen Briefwahl-Stimmzettel deren Liste gewählt worden, während bei den mit der Post versendeten Stimmzetteln der Anteil der Stimmen für die Gewerkschafts-Listen überwog. „Wir können nur hoffen, dass bei den Stimmen, die von der Spitzenkandidatin übergeben wurden, der Zufall im Spiel war“, so die Linken in einer von Rainer Nödel (Kreisverband Augsburg) und Stadtrat Benjamin Clamroth unterzeichneten Pressemitteilung.

Foto: Benjamin Clamroth