Liebesleben mit Puppe
„Die Puppe“ von Miro Gavran als hintergründige Komödie im sensemble Theater
Von Halrun Reinholz
Welch ein Glück für einen Mann: Marko hat eine weibliche Puppe gewonnen. Eine „hochmoderne Puppe, konstruiert aus erneuerbaren organischen Stoffen, ökologisch perfekt“. Sie riecht „wie eine junge, 30-jährige Frau, die vor etwa fünfzehn Minuten aus der Dusche gestiegen ist, sich abgetrocknet und ein Deo benutzt hat.“ Und sie hat nur eine Aufgabe: Männer glücklich zu machen. Mit Sex, aber auch, indem sie sich um den Haushalt kümmert und auf alle Wünsche des Mannes eingeht. Dabei ist sie immer zugewandt, ausgeglichen und verständnisvoll und hat so gut wie keine eigenen Bedürfnisse. Marko kann sein Glück kaum fassen, als er das Paket öffnet und Stella zum Vorschein kommt.
