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Dienstag, 07.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

ku.spo: Pro Augsburg appelliert an die Medien

Die Bürgervereinigung Pro Augsburg hat sich gestern für die schwer unter medialen Beschuss geratene Veranstaltungsreihe ku.spo ausgesprochen und die Augsburger Medien um maßvolle und objektive Berichterstattung gebeten.

Augsburg sei in der glücklichen Lage, dass in diesen schwierigen Zeiten, bei einem Gesamthaushalt von einer dreiviertel Milliarde Euro, lediglich ein Betrag von einhunderttausend Euro in Frage gestellt werde. „Das ist kein kleiner Betrag, aber wie gut muss eine Regierung arbeiten, wenn die Opposition sich nur an diesem speziellen Betrag stört.“ So Rudolf Holzapfel, Rolf Harzmann und Nico F. Kummer, die ihren Appell an die Medien in erster Linie moralisch begründen. Man habe bei der Kritik an ku.spo die Relationen aus den Augen verloren und beschädige Menschen, indem man die vielen Vereine und Organisatoren beleidige, die direkt von dieser Förderung profitieren würden: „Bürger, Kinder und Erwachsene, die für Ihre Arbeit finanzielle und ideelle Hilfe bekommen. Der Betrag reicht mit Sicherheit nicht aus, das teils ehrenamtliche Engagement aufzuwiegen, aber die Öffentlichkeitsarbeit, die Synergien und die Infrastruktur, die mit diesen Mitteln geschaffen werden/wird, ist für diese Menschen alleine nicht zu stemmen.“

„Wir können nicht verhindern, dass sich Kritiker zu Wort melden“

„Wer will ernsthaft Schulklassen, die begeistert mitmachen, von einer Nutzlosigkeit des Pilotprojektes überzeugen? Die Unterstützung unserer Vereine und kultureller Institutionen ist keine Geldverschwendung. Hier kommt das Geld dort an, wo es gebraucht wird.“ Während man in der Vergangenheit zu oft Geld für Dinge ausgegeben habe, die nur wenige Menschen erreichten. Als Beispiel führen die Unterzeichner „in diesem Zusammenhang die Ära Höft“ an und das „vielfach überzogene Budget der ersten Paxveranstaltungen“, „Beträge in Millionenhöhe“, die bei der Bewerbung zur Kulturhauptstadt lediglich mit dem „Prinzip Hoffnung“ begründet gewesen seien. „Wir können nicht verhindern, dass sich Kritiker zu Wort melden, die ku.spo nicht verstehen, und es sich auch nicht erklären lassen wollen. Ku.spo ist nicht starr, ku.spo entwickelt sich ständig weiter. Ku.spo ist einfach neu, und darauf sollte man sich einlassen können“, so die Bürgervereinigung Pro Augsburg in ihrem Schreiben, das Appell, Kritik an der ehemaligen Kulturreferentin Eva Leipprand und Medienschelte verzahnt.