Kunstförderpreis 2008 vergeben
Seit 1958 schreibt die Stadt Augsburg einen Kunstförderpreis für die Bereiche Architektur, Ballett, Bildende Kunst, Literatur und Musik aus. Gestern wurden im Goldenen Saal die diesjährigen Preise überreicht.

Alle Preisträger gaben Kostproben ihres Könnens ab. Der Komponist und Pianist Tim Allhoff überzeugte am Flügel mit den Eigenkompositionen „Serenade for a weeping willow“ und „WinzigWinzigKlein“. Die Ballettpreisträgerinnen Maria Bader und die 15-jährige Sandra Schlecht hatten mehrere Auftritte und zeigten u.a. den Bauern-Pas de Deux aus Giselle und die 3. Variation der Odalisquen aus Le Corsaire. Lydia Daher gewann das Publikum mit der Lesung kurzer Passagen aus ihrem neuen Buch „Kein Tamtam für diesen Tag“, die sie ihrem Zahnarzt widmete, der in nächster Zeit „ein Drittel ihres Preises“ erhalten wird, so die Künstlerin. Die zweisprachig aufgewachsene Architektin Susan Twine mit Auslandserfahrung in Cambridge und Paris und der Preisträger für bildende Kunst, Sebastian Giussani, stellten Kostproben ihrer Werke im Goldenen Saal aus, die vom Publikum im Anschluss an die Ehrung lebhaft inspiziert wurden. Twine präsentierte u.a. ihre Diplomarbeit mit dem Thema „Erweiterung des Kunstgewerbemuseums in Uprum“. Giussani, der sich mit seinen Werken an der Schnittstelle von Bildhauerei und Klang bewegt, kündigte ein neues Projekt an: eine Gasmessvorrichtung am Gaskessel soll in ein Musikinstrument verwandelt werden.
Im Internet:
Kulturbüro der Stadt Augsburg