DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Mittwoch, 27.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Kulturpark West: Opposition setzt sich für Verbleib der Mieter ein

Die Fraktionen der SPD, der Grünen, der Freien Wähler und die Stadtratsgruppe der Linken haben vergangene Woche einen gemeinsamen Antrag in Sachen Kulturpark West formuliert: Den derzeitigen Mietern soll eine unbegrenzte Verbleibdauer in ihren Atelierräumen zu den bisherigen Konditionen über 2017 hinaus garantiert werden.

Kulturpark West - Foto: Kleeblatt-Film

Kulturpark West - Foto: Kleeblatt-Film


Dies soll bis zur Bereitstellung von mindestens 8.000 Quadratmeter Atelierflächen in den Größen 30m2, 60m2, 90m2 auf dem Gaswerkgelände zum Mietpreis bis 6,– Euro warm der Fall sein. In ihrer Begründung führen die Initiatoren an, dass für das Gaswerkareal am 24. Januar 2008 der Bebauungsplan 272 beschlossen wurde, und zwar mit der Zweck-bestimmung Forschung, Kultur Dienstleistung, Gemeindebedarf und Gewerbe dort zu verankern. „Im Jahre 2011 wurde von der Bauverwaltung angesichts der zeitlichen Begrenztheit des Kulturparks West in der Reesekaserne Überlegungen aufgenommen, wie der Kulturpark dauerhaft eine Heimat erhalten kann. Hierzu wurde ein Konzeptentwurf entwickelt, wonach 8.000 Quadratmeter Ateliers und Proberäume entstehen sollen“, wie es in der Begründung weiter heißt.

„Ein öffentliches Bekenntnis zu unseren Künstlern und Kreativen“

Eine Feinuntersuchung und Machbarkeitstudie sei in Abstimmung mit der Regierung von Schwaben durchgeführt worden, das Ergebnis liege vor und Oberbürgermeister Kurt Gribl  habe den Nutzern und Mietern des Kulturparks West anlässlich der Präsentation dieser Studie zugesichert, dass sie nicht auf der Straße stehen müssten, wenn die Realisierung des Gaswerks nicht bis 2017 klappen sollte. Der gemeinsame Antrag solle sicherstellen, dass sich die Künstlerkolonie an der Reesekaserne ohne Zukunfts- und Existenzängste so erfolgreich wie bisher weiterentwickeln könne. „Gleichzeitig stellt der Beschluss ein öffentliches und bindendes Bekenntnis zu unseren Künstlern und Kreativen dar“, wie es im Antrag der Opposition wörtlich heißt.