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Mittwoch, 12.02.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Kulturkoordinatorin ist wieder da

Die politisch umstrittene Stelle der Kulturkoordinatorin ist wieder besetzt. Iris Steiner hat sich nach ihrer Abordnung in das WM-Büro im Kulturamt „zurückgemeldet“.

Kulturkoordinatorin Iris Steiner

Kulturkoordinatorin Iris Steiner


Ende Juni 2009 geisterte der Name Peter Baumgardt durch die Augsburger Lokalpresse. Der ehemalige Intendant des Augsburger Stadttheaters solle das Kulturprogramm der Frauenfußball-WM 2011 gestalten. Der Hochkaräter sei von Pro Augsburg und Kulturreferent Peter Grab ins Gespräch gebracht worden. OB Kurt Gribl wollte eine öffentliche Diskussion um neue Ausgaben für externe Mitarbeiter vermeiden und Peter Grab schrieb die Stelle der Kulturkoordinatorin nach einem längeren Gespräch mit Gribl um. Kulturkoordinatorin Iris Steiner hatte über Nacht ein anderes Tätigkeitsfeld zu bearbeiten als es die Stellenbeschreibung der Kulturkoordinatorin vorsah, nämlich federführend das kulturelle Rahmenprogramm für die Frauen-WM 2011 vorzubereiten. Die „temporäre Abordnung“, wie es in der Stellenumwidmung heißt, bereitete Iris Steiner damals offensichtlich wenig Kopfschmerzen. Jetzt sei sie eben Kulturmanagerin für WM und ku.spo, “auch wenn der Job am Anfang ganz anders beschrieben war“, so Steiner damals zur DAZ.

City of Peace: „Von diesem Leitmotiv habe ich nichts gewusst“

Ein Jahr später war dieses Kapitel für Iris Steiner ebenfalls beendet, teilweise zumindest. Der Popkulturbeauftragte der Stadt Augsburg, Richard Goerlich, wurde von Peter Grab beauftragt, das Rahmenprogramm unter das Leitmotiv „City of Peace“ zu stellen, da unter diesem Claim der Beitrag der Stadt zur Frauen-WM bereits festgelegt sei. Iris Steiner habe das nicht berücksichtigt und sollte nun dem Konzept von Richard Goerlich zuarbeiten.

Iris Steiner war damit offensichtlich nicht einverstanden, da sie von diesem Leitmotiv nichts gewusst habe, und bestand auf ihrem Vertrag als Kulturkoordinatorin, der nie aufgelöst, sondern lediglich temporär umgewidmet worden sei. Steiners Begehr in Richtung Stadt fand jetzt Gehör, was damit zu haben könnte, dass sie es mit einem Auflösungsvertrag inklusive Abfindung unterstrich, falls die Stadt weiterhin die Zweckentfremdung ihrer Kulturkoordinatorenstelle fortführen würde. Dem Vernehmen nach hat es einen Konsens darüber gegeben, dass die Kulturkoordinatorin zu ihrem ursprünglichen Aufgabenfeld zurückkehrt.

» Der Kommentar: Eigentlich war sie nie weg