DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Donnerstag, 27.01.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Kulturkoordinatorin: Grüne kritisieren Grab

Die Stadtratsfraktion der Grünen hat die Rückkehr von Iris Steiner ins Amt der Kulturkoordinatorin zum Anlass genommen, das „Postengeschacher“ im Kulturreferat zu kritisieren.

Kulturkoordinatorin Iris Steiner – „Welche Ziele soll sie noch in ihrer verbleibenden Zeit verfolgen?“

Kulturkoordinatorin Iris Steiner – „Welche Ziele soll sie noch in ihrer verbleibenden Zeit verfolgen?“


Peter Grab erklärte im Oktober 2009, dass es die Stelle der Kulturkoordinatorin aus Sparsamkeit nicht mehr gebe. Die damalige „temporäre Abordnung“, wie es heute in der offiziellen Lesart heißt, wurde bereits damals von kritischen Tönen begleitet (DAZ berichtete). Ein Jahr später wurde Iris Steiner der Popkulturbeauftragte der Stadt Augsburg, Richard Goerlich, vor die Nase gesetzt, um federführend das Rahmenprogramm der Frauen-WM 2011 unter dem Motto „City of Peace“ zu planen. Frau Steiner sollte Goerlich zuarbeiten. Iris Steiner war damit nicht einverstanden und bestand auf ihrem Vertrag als Kulturkoordinatorin, der nie aufgelöst wurde, sondern lediglich „temporär umgewidmet“ worden sei, wie es im Kulturamt letzte Woche hieß, in das sich Steiner zurückmeldete. Diesen Vorgang nahmen die Grünen in ihrer gestrigen Pressemeldung zum Anlass, um schwere Geschütze gegen Kulturreferent Peter Grab aufzufahren.

„Unhaltbare Zustände im Kulturreferat“

Die Vorgänge um die Kulturkoordinatorin seien fahrlässiger Umgang mit Steuergeldern und öffentlichen Ausgaben sowie ein Zeichen dafür, dass es der Kulturreferent bis heute nicht geschafft habe, „inhaltliche Vorgaben oder strukturelle Ziele zu definieren, die durch die Stellen erreicht werden sollen“, so der Grünen-Chef Reiner Erben, der das Hin und Her um die Stelle der Kulturkoordinatorin als „unhaltbaren Zustände im Kulturreferat“ bezeichnete. Die Grüne Stadtratsfraktion kündigte eine Anfrage an den Oberbürgermeister an, mit der eruiert werden soll, wie sich die durch die DAZ an die Öffentlichkeit gebrachte Informationen auf die Funktion des Popkulturbeauftragten auswirke und welche Ziele die Kulturkoordinatorin in ihrer noch verbleibenden Zeit verfolgen solle.

» Grab: “Die Kulturkoordinatorin gibt es nicht mehr”

» Kulturkoordinatorin ist wieder da