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Dienstag, 03.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Kulturausschuss besinnt sich auf seine Aufgaben

Am vergangenen Dienstag fand die erste Sitzung des Kulturausschusses nach der Kommunalwahl statt.

Kulturausschuss 3. Juni 2014: erste Sitzung nach der Stadtratswahl



Es war eine verhältnismäßig kurze Sitzung im öffentlichen Teil. Der neue Kulturreferent Thomas Weitzel hielt eine Art Grundsatzrede. Bernd Kränzle versicherte dem parteilosen Kulturreferenten vollen Rückhalt der CSU, der SPD und der Grünen und betonte den gemeinsamen Auftrag, den der Kulturausschuss zu verfolgen habe. Anschließend stellten Peter Bommas (Junges Theater) und Sebastian Seidel (Sensemble Theater) ihre Programme und Pläne vor. Und schließlich erläuterte der Geschäftsführer des Kurhaus-Theaters, Christian Ehlers, die Philosophie des Kurhauses. Zu keinem der Vorträge gab es Einwände oder Lobpreisungen seitens des Ausschusses. Letzteres gehörte zum Standardrepertoire des Vorgängerausschusses. Am Ende erstattete Weitzel Bericht über das vergangene Mozartfestival, für das er verantwortlich war. Das kommenden Mozartfestival, das Weitzel stets als „Themenfestival“ gestaltete, wird sich Mozarts Lieblingsinstrument widmen: der Klarinette.

Thomas Weitzel

Thomas Weitzel


Die nächste Kulturausschusssitzung findet nach der Fußball-WM am 15. Juli statt. Soviel zu den knappen Fakten. Festzuhalten wäre noch die kulturpolitische Wende der Stadt Augsburg, die Thomas Weitzel in seiner Grundsatzrede ankündigte. „Wir werden in diesem Gremium immer wieder über Rahmenbedingungen zu entscheiden haben, in denen sich Kunst entfalten kann, in denen Pluralität, Vielfalt und Bürgerbeteiligung gesichert sind“, so Weitzel, der als Kulturreferent der Stadt Augsburg darüber zu entscheiden hat, welche Kunst mit öffentlichen Mitteln zu fördern ist und welche nicht: „Der Grundsatz der „Freiheit der Kunst“ hat ja nicht selbstverständlich zur Folge, dass daraus die Verpflichtung zur Förderung jeglicher Art von Kunst abgeleitet werden kann. Ich wünsche uns allen bei diesen Entscheidungen eine glückliche Hand und dass wir diese in der öffentlichen Debatte glaubwürdig vertreten können.“