DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Montag, 26.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

KSC vs. FCA 0:1

In einer intensiv geführten Partie der Zweiten Fußballbundesliga zwischen dem Karlsruher SC und dem FC Augsburg konnten sich die Brechtstädter am gestrigen Montagabend mit 1:0 durchsetzen. Der FCA steht nach diesem Auswärtserfolg im Wildparkstadion vor 17.050 Zuschauern somit mit einem Bein in der Ersten Liga.

Von Siegfried Zagler



In der 3. Minute konnte sich Daniel Baier rechts durchsetzen, spielte Rafael frei, der den Ball jedoch nicht verwerten konnte. Danach spielte nur noch der KSC, und zwar sehr leichtfüßigen Kombinationsfußball, allerdings nur bis zur Strafraumgrenze. Richtig gefährlich wurden die Karlsruher nur einmal. Das Gleiche gilt für die verkrampfte Offensivabteilung des FCA. Nach Tobias Werners Tor (28.), das die Sturm und Drang-Periode der Karlsruher mit einem Federstrich beendete, war von ihr – außer der üblichen Stolperei in Richtung KSC Tor – nichts mehr zu sehen. Das Siegtor sollte der einzige FCA-Angriff mit Abschluss bleiben. In der zweiten Halbzeit brachten es die Augsburger nicht fertig, einen Angriff gen das KSC-Tor abzuschließen – auch nicht in der Schlussphase, als Platz dafür da gewesen wäre.

Der FCA stolpert sich in die Erste Liga

In den letzten fünf Spielen blieb der FCA ohne Gegentor, und auch in Karlsruhe unterstrich die beste Defensive der Liga ihre Klasse. Gegen den Ball spielt der FCA erstklassig. Mit dem Ball können die Augsburger seit Wochen trotz technisch versierten Spielern wenig anstellen. Nicht nur die letzten Zu-Null-Spiele waren von seltener Einfallsarmut geprägt. Gegen den abgeschlagenen Tabellenführer Bielefeld sowie gegen die vorletzten Oberhausener erzielten die Augsburger jeweils zwei Tore, gestern gegen die schlechteste Abwehr der Liga eins. Gegen Union Berlin und Fürth keins. Kurzum: 521 Minuten ohne Gegentor sind nicht mit Ruhmestaten verbunden, sondern mit leidenschaftlicher Handwerksarbeit sowie nachhaltigen Funktionsstörungen in Ballbesitz. Der FCA kämpft und stolpert sich in die Erste Liga. Der Erfolg heiligt die Mittel. Das ist in Ordnung. St. Pauli und Kaiserlautern sind letztes Jahr auch nicht mit Hurra-Fußball in die Erstklassigkeit gesprungen. Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) kommt Alemannia Aachen in das Helmut Haller Stadion, das in der Sprache des Geldes “impuls arena” heißt.

FCA: S. Jentzsch, – G. Sankoh, U. Möhrle, J. Callsen–Bracker, A. Bellinghausen, – D. Baier, L. Sinkiewicz, H. Hosogai, T. Werner, – N. Rafael, T. Oehrl.

Eingewechselt: I. Traoré (71.); M. Thurk (78.); A. Sinkala (89.).

Ausgewechselt: T. Werner (71.); N. Rafael (78.); D. Baier (89.).

Auswechselbank: J. De Roeck; S. Bertram; M. Amsif; S. Hain.

Tore: 1:0 Tobias Werner (28.)