Kommunalwahl 2026: Das Endergebnis steht fest
1600 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer waren seit Sonntag, 18 Uhr, im Einsatz. Am Dienstagabend war es schließlich geschafft: Insgesamt 5.889.138 Augsburger Stimmen waren ausgezählt und den 690 Kandidaten auf 14 Listen zugeordnet. Seit Dienstag, 10. März um 17:47 Uhr liegt nun das vorläufige amtliche Endergebnis vor.
Von Bruno Stubenrauch
Das vorläufige amtliche Endergebnis der Augsburger Kommunalwahl 2026
Gegenüber dem Trendwahlergebnis vom Sonntag ergaben sich noch deutliche Verschiebungen. So fiel die CSU um zwei, die AfD sogar um vier Prozentpunkte und damit von zunächst prognostizierten 11 auf 8 Stadtratssitze zurück, während Grüne, Linke und Freie Wähler bei der Sitzanzahl vom Panaschieren auf den Stimmzetteln profitieren konnten. Verglichen mit der Kommunalwahl 2020 konnte die AfD ihre Mandatszahl dennoch verdoppeln.
Neu im Stadtrat vertreten ist Volt mit künftig einem Sitz, den Spitzenkandidat Thorsten Frank einnehmen wird. Nicht mehr im Stadtrat vertreten ist dagegen „Wir sind Augsburg“. Die Wählervereinigung scheiterte mit 0,82 Prozent der Stimmen denkbar knapp an der mathematischen Hürde von 0,83 Prozent für den ersten Sitz. Diese Schwelle knapp überspringen konnte dagegen die V-Partei³ mit 0,85 Prozent. Für sie wird erneut Roland Wegner im Stadtrat sitzen.
Koalitionsmöglichkeiten unverändert
An den möglichen Koalitionskonstellationen hat sich gegenüber der DAZ-Prognose vom Montag nichts geändert. Unter der Voraussetzung einer Brandmauer gegenüber der AfD bleibt weiterhin nur eine einzige Dreierkoalition möglich: CSU, Grüne und SPD. Sollte Dr. Florian Freund (SPD) am 22. März die OB-Stichwahl gewinnen, könnte er zusätzlich auf eine Regenbogenkoalition aus SPD, Grünen, DIE LINKE sowie sechs Kleinparteien und -gruppierungen setzen: Mit 32 Mandaten zuzüglich seiner eigenen Stimme hätte er so eine eigene Mehrheit ohne die CSU.
Unabhängig davon, auf welche dieser beiden Varianten es nach der OB-Stichwahl hinausläuft, zeichnet sich bereits jetzt ab: Ohne SPD und Grüne wird es keine stabile neue Stadtregierung mit eigener Mehrheit geben.
Eine Option für Dr. Florian Freund: „Regenbogen“-Koalition mit 32 von 60 Sitzen

