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Dienstag, 10.03.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kommunalwahl 2026: Das Endergebnis steht fest

1600 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer waren seit Sonntag, 18 Uhr, im Einsatz. Am Dienstag­abend war es schließlich geschafft: Insgesamt 5.889.138 Augs­burger Stimmen waren ausgezählt und den 690 Kandidaten auf 14 Listen zugeordnet. Seit Dienstag, 10. März um 17:47 Uhr liegt nun das vorläufige amtliche Endergebnis vor.

Von Bruno Stubenrauch

Das vorläufige amtliche Endergebnis der Augsburger Kommunalwahl 2026

Gegenüber dem Trendwahlergebnis vom Sonntag ergaben sich noch deutliche Verschie­bungen. So fiel die CSU um zwei, die AfD sogar um vier Prozentpunkte und damit von zunächst progno­sti­zierten 11 auf 8 Stadt­rats­sitze zurück, während Grüne, Linke und Freie Wähler bei der Sitzanzahl vom Pana­schieren auf den Stimm­zetteln profi­tieren konnten. Verglichen mit der Kommunal­wahl 2020 konnte die AfD ihre Mandatszahl dennoch verdoppeln.

Neu im Stadtrat vertreten ist Volt mit künftig einem Sitz, den Spitzen­kandidat Thorsten Frank einnehmen wird. Nicht mehr im Stadtrat vertreten ist dagegen „Wir sind Augsburg“. Die Wähler­ver­einigung scheiterte mit 0,82 Prozent der Stimmen denkbar knapp an der mathe­matischen Hürde von 0,83 Prozent für den ersten Sitz. Diese Schwelle knapp überspringen konnte dagegen die V-Partei³ mit 0,85 Prozent. Für sie wird erneut Roland Wegner im Stadtrat sitzen.

Koalitionsmöglichkeiten unverändert

An den möglichen Koalitions­konstella­tionen hat sich gegenüber der DAZ-Prognose vom Montag nichts geändert. Unter der Voraus­setzung einer Brandmauer gegenüber der AfD bleibt weiterhin nur eine einzige Dreier­koalition möglich: CSU, Grüne und SPD. Sollte Dr. Florian Freund (SPD) am 22. März die OB-Stichwahl gewinnen, könnte er zusätzlich auf eine Regen­bogen­koalition aus SPD, Grünen, DIE LINKE sowie sechs Klein­parteien und -gruppierungen setzen: Mit 32 Mandaten zuzüglich seiner eigenen Stimme hätte er so eine eigene Mehrheit ohne die CSU.

Unabhängig davon, auf welche dieser beiden Varianten es nach der OB-Stichwahl hinaus­läuft, zeichnet sich bereits jetzt ab: Ohne SPD und Grüne wird es keine stabile neue Stadt­regierung mit eigener Mehrheit geben.

Eine Option für Dr. Florian Freund: „Regenbogen“-Koalition mit 32 von 60 Sitzen