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Dienstag, 25.08.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kommentar: Vom Hobbykellner zum Kulturreferenten

Bert Brecht, der berühmteste Sohn Augsburgs, war der Stadt lange Zeit nicht mehr wert als ein Blumengebinde an seinem Geburtshaus. Brecht war in den Zeiten des Kalten Krieges etwas für Marxisten, langhaarige Weltverbesserer, universitäre Bildungsgärtlein oder kunstbeflissene Theaterfreaks. Diese Zeiten sind vorbei, und gerade in den letzten Jahren hat sich durch Kurt Idrizovic und seine kleinen Brechtfeste am Gänsbühl vieles zum Besseren verändert. Ostermaiers abc-Festival hat ebenfalls mit viel Verve und Prominenz das Verhältnis der Augsburger Öffentlichkeit zu Brecht auf die Probe gestellt. Augsburg befindet sich seit geraumer Zeit auf spannender Entdeckungsreise in Sachen Brecht und in eigener Sache. Falls man nämlich einen eigenen lokalen Bezugspunkt und Spannungsbogen zu Brecht kreieren könnte, würde ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt entstehen: Großstadtflirren.