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Sonntag, 05.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Königsplatz: Pro Augsburg auf Schiene

Verlässlich Kontinuität wahren heißt die Devise von Pro Augsburg für die Sondersitzung am 10. Juni zum Bebauungsplan 500 „Königsplatz und Augsburg Boulevard“.

Königsplatz - Foto: Kleeblatt-Film

Königsplatz - Foto: Kleeblatt-Film


Dies geht aus einer Pressemitteilung der kleineren der beiden Augsburger Regierungsfraktionen vom gestrigen Dienstag hervor. Pro Augsburg sieht sich darin gefordert, die bisher gefassten Beschlüsse umzusetzen. Man unterstütze den Ideenwettbewerb und die Entscheidung der Jury für einen autofreien Königsplatz sowie die Bemühungen des Oberbürgermeisters, auf Grundlage des Wettbewerbs zu einem klaren Entschluss und zu einem breiten Konsens zu kommen. Man nehme allerdings die Sorgen des Einzelhandels in der Umbauphase sehr ernst und sei für Detailverbesserungen in der Verkehrsführung offen.

Gute Noten von Pro Augsburg bekam Baureferent Gerd Merkle: Das eingesetzte Simulations- und Planungsverfahren zur Ermittlung der Entscheidungsgrundlagen entspreche modernster Planungstechnik und verdiene „Vertrauen und nicht öffentliche Diffamierung“. Man sei „von der Vorurteilsfreiheit und Rationalität des Planungsverfahrens der Verwaltung überzeugt“.

Schlechte Noten von Kranzfelder-Poth

Gegenteilig äußerte sich gestern FDP-Stadträtin Rose-Marie Kranzfelder-Poth auf einer Informationsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Augsburg e.V. ANA und des Verkehrsclubs Deutschland VCD. Baureferent Merkle habe in den vergangenen 12 Monaten „amateurhaft und unprofessionell“ agiert, was seine Informationspolitik gegenüber dem Stadtrat betreffe. Aus ihrer Sicht müsse der 10. Juni nochmals „geöffnet“ werden: „Wir sind nicht in der Lage, zu entscheiden“. Im Einzelnen verwies Kranzfelder-Poth auf eine Einladung des Baureferats zu einer Informationsveranstaltung, die den Stadträten erst drei Tage nach dem Termin zugegangen sei und auf die – trotz einer Anordnung des OB – den Stadträten seit zwei Jahren nicht zur Verfügung gestellte Standardisierte Bewertung, aus der die Wirtschaftlichkeit des Projektes Mobilitätsdrehscheibe hervorgeht.