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Montag, 15.08.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Königsplatz: FDP sieht zu viele Fragezeichen

Die Kreisvorsitzende der Augsburger FDP und Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß äußerte sich in einer Pressemitteilung skeptisch gegenüber den Plänen der Stadtregierung den Königsplatz autofrei umzubauen.

"Dass die Menschen Sturm gegen die Pläne laufen ist nicht verwunderlich." Miriam Gruß

"Dass die Menschen Sturm gegen die Pläne laufen ist nicht verwunderlich." Miriam Gruß


Die Idee eines autofreien Königsplatzes höre sich in der Theorie gut an, aber hinter der genauen Umsetzung stünden noch zu viele Fragezeichen. „Von der Stadt heißt es, dass die Kaiserhof-Kreuzung den Verkehr am Kö auch in beide Richtungen aufnehmen kann. Belege dafür, die für jedermann einsehbar und nachvollziehbar sind, stehen aber nach wie vor aus“, so Gruß, die darüber hinaus daran zweifelt, dass die Stadt bei ihrer Planung die „Interessen aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt“. Man müsse auch die Menschen vor Ort besser mit einbeziehen. Das sei bisher nicht der Fall. Dass die Menschen nun Sturm gegen die Pläne laufen sei nicht verwunderlich. Gruß bezieht sich dabei auf den von Rolf von Hohenhau initiierten Verein „Neue Mitte Augsburg“, der seit wenigen Tagen gegen die Pläne zum Umbau des Augsburger Königsplatzes mobil macht. Die Augsburger FDP-Chefin plädiert dafür, dass die Stadtverwaltung nun schnell einen fairen Konsens mit den betroffenen Anwohnern, Geschäftsleuten sowie Bürgerinnen und Bürgern suchen müsse. Für Baureferent Gerd Merkle sieht der Fahrplan der Bürgerbeteiligung anders aus. Ab 10. Juni – falls der Stadtrat die laufenden Umbauplanungen beschließen sollte – könnten sich alle Bürger im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Öffentlichkeitsbeteiligung ausführlich einbringen, auf der Basis der dann vorliegenden Pläne.