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Donnerstag, 23.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Kein alternativer Standort für Asphaltwerk

Für den in Lechhausen geplanten umstrittenen Neubau der Bayerischen Asphaltmischwerke (BAM) gibt es derzeit keine Standort-Alternative.

Grundstück der geplanten Asphaltmischanlage in der Aulzhausener Straße

Karte: OpenStreetMap (zum Vergrößern anklicken)


Dies ist das Resumee aus dem mündlichen Bericht, den Wirtschaftsreferentin Eva Weber am gestrigen Donnerstag dem Stadtrat gab. Auf eine Befragung der Mitgliedergemeinden in den beiden Nachbarlandkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg sei kein einziger Grundstücksvorschlag eingegangen. Bereits bekannte Grundstücke in Hirblingen und Adelzhausen hätten die BAM aus betrieblichen Gründen abgelehnt. “Die BAM sind wie jeder andere Betrieb frei in ihren Standortentscheidungen”, so OB Kurt Gribl gestern dazu. Auch in Augsburg habe man keinen Alternativstandort gefunden, so Weber in ihrem Bericht. Zu dem vor einigen Wochen angedachten Grundstück in der Nähe der Müllverbrennung äußerte sich der OB gestern gegenüber der Presse abschlägig: Darüber habe es Mitte Oktober im Ältestenrat des Stadtrats keine Einvernehmlichkeit gegeben. “Wenn ein Vorschlag nicht breit getragen wird, werden damit nur Konfliktpunkte multipliziert”, so Kurt Gribl.

Ob und wann die BAM ihre für den Standort Aulzhausener Straße erteilte Genehmigung in Anspruch nehmen werden, war gestern im Stadtrat nicht klar. Die Augsburger SPD hat am 7. November gegen die Genehmigung Klage eingereicht.

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