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Dienstag, 15.10.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Verl oren – Nach dem Pokal-Desaster: Was ist zu tun?

Der FC Augsburg verlor sein erstes Pflichtspiel in der DFB-Pokal-Hauptrunde beim Viertligisten SC Verl mit 1:2 und lieferte dabei eine  Vorstellung ab, die alles in Frage stellt, was nach der Freistellung von Manuel Baum geschah.

Von Siegfried Zagler

Verl war über weite Strecken des Spiels dem FCA überlegen: handlungsschneller, beweglicher und kampfstärker als der FCA, der im Vergleich zu den Ostwestfalen uninspiriert und fahrig nach vorne spielte.  „Wir haben alles angesprochen und sind trotzdem reingefallen“, so Trainer Schmidt nach einem Auftritt, der Dauerkartenbesitzer Zornesfalten in die Stirn treiben sollte.

„Wir sind total enttäuscht. All das, was wir nicht machen wollten, haben wir gemacht. Unter dem Strich war das eindeutig zu wenig“, so Manager Stefan Reuter, der sich aber zusammen mit dem Trainer auch an die Nase fassen muss: Teigl, Rieder, Pedersen sind von einer akzeptablen Bundesligatauglichkeit soweit entfernt wie Blogger Arno Löb vom Literaturnobelpreis. Beim FCA fiel aber nicht nur die fehlende individuelle Klasse einiger Akteure auf. Gregoritsch, Niederlechner und Richter zeigten selten, dass man im Team zu pressen hat. Die Doppelsechs Baier und Gruezo waren nicht aufeinander abgestimmt und ließen in der Mitte zuviel Räume zu.
Die Abwehr präsentierte sich in der Mitte wie auf den Außenpositionen ohne Struktur, Abstimmung und Agressivität, überhaupt von einer Offensive zu sprechen, wäre schon geschmeichelt: In den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit kam der FCA zu keinem einzigen Abschluss, fast alles war Zufall und Stückwerk. Die Kaderpolitik steht deshalb in der Kritik. Die trostlose Vorstellung in Verl gibt eine Woche vor dem Ligaauftakt bei Borussia Dortmund Anlass zu großen Sorgen. „Wir haben sehr viel Arbeit, sonst gibt es in Dortmund ein böses Erwachen“, so FCA-Trainer Schmidt. Training wird nicht viel helfen. Neues Personal für die Abwehr muss verpflichtet werden, sonst kommt nach dem bösen Erwachen ein langer und tiefer Fall.

 

 



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