Kachelofenverbot in Neubaugebieten?
Die Beratung des Bauausschusses zum Bebauungsplan „Östlich der Kohlstattstraße“ im Stadtteil Inningen nutzte Stefan Kiefer (SPD), um eine Grundsatzdiskussion über Holzöfen anzustoßen.

„Wenn es wenigstens Holz wäre“
Stefan Kiefer brachte sein Anliegen auf den Punkt. Es gehe ihm um Feinstaub. Die Feinstaubproblematik sei wichtig und komplex, auch im Baubereich dürfe man sich davor nicht verschließen. Es gebe viele Stellschrauben, dies sei eine davon. Hermann Weber (CSU) stellte klar, dass Pellets in puncto Feinstaub nicht das Problem seien, ebenso wenig zwei Jahre lang gelagertes trockenes Holz. „Wenn es wenigstens Holz wäre, was da verfeuert wird“, kommentierte Baureferent Gerd Merkle. Er bestätigte die Auffassung von Beate Schabert-Zeidler, nicht spezielle Öfen, sondern nur Festbrennstoffe verbieten zu können. Doch auch das sei bereits problematisch. Bauherren von Energiesparhäusern, die mit hochwertiger Anlagentechnik und einem Kachelofen als Zusatzheizung auskämen, würde man zwingen, zusätzlich einen Gasanschluss zu installieren. Der Ausschuss beschloss anschließend die Satzung des Bebauungsplans, ohne eine Regelung zu Holzöfen zu treffen.