DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Samstag, 20.08.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Julius Berger in Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz gewählt

Der Augsburger Cellist Julius Berger, Professor für Kammermusik am Leopold-Mozart-Zentrum der Uni Augsburg, wurde in der letzten Sitzung der Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz zum ordentlichen Mitglied in der Klasse der Literatur gewählt.

Die 30 Mitglieder der Literatur-Klasse vertreten die Musik im weitesten Sinne und verfügen insbesondere im Schnittstellenbereich zwischen Literatur und Musik über besondere Kompetenzen. Die Mainzer Akademie betreut derzeit 14 langfristige musikwissenschaftliche Editionsvorhaben, in deren Mittelpunkt Gesamtausgaben bedeutender Komponisten stehen.

Julius Berger - Foto: idw/privat

Julius Berger -

Foto: idw/privat


Der 1954 in Augsburg geborene Julius Berger studierte zunächst an der Musikhochschule München bei Walter Reichardt und Fritz Kiskalt, dann am Mozarteum Salzburg bei Antonio Janigro, weiterhin an der University of Cincinnati/USA bei Zara Nelsova und anläßlich eines Meisterkurses auch bei Mstislav Rostropovic. Mit 28 Jahren wurde Berger an die Musikhochschule Würzburg berufen und war damit einer der Jüngsten Professoren Deutschlands. Seit dem Wintersemester 2000 fördert er in Augsburg – zunächst an der Hochschule Für Musik Nürnberg-Augsburg, dann am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg – den Spitzennachwuchs in seinem Fach. Weiterhin leitet er als Präsident auch den internationalen Leopold Mozart-Wettbewerb Augsburg.

Julius Berger widmet einen großen Teil seiner internationalen Konzert- und Aufnahmetätigkeiten den Werken von Luigi Boccherini, Paul Hindemith, Ernst Bloch, Max Bruch, Richard Strauss, Robert Schumann und Edward Elgar. Hervorgetreten ist Berger aber auch durch sein grosses Engagement für zeitgenössische Kompositionen. Er spielt eines der ältesten Celli der Welt, das Violoncello Andrea Amati aus dem Jahr 1566 – „König Charles IX.“