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Freitag, 23.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

JU: Lanze für Hintersberger

Die Kritik des Bezirksvorsitzenden der Jungen Union Martin Malaczek am CSU-Bezirksvorsitzenden Johannes Hintersberger blieb innerhalb der Jungen Union nicht ohne Reaktion.

Thomas Brandler, Kreisvorsitzender der JU Augsburg-West und der Kreisvorsitzende der Jungen Union Augsburg Land Matthias Neff sowie 12 stellvertretende JU-Kreis- und Ortsvorsitzende distianzierten sich von Malaczeks Vorstoß. „Wir können die Kritik von Martin Malaczek, dass er an Johannes Hintersberger nicht „ran komme“ und „Die Zusammenarbeit zwischen JU und CSU sei gegenwärtig ausbaufähig“, in keinster Weise teilen”, wie es gestern in einer Presseerklärung hieß. Die 14 Unterzeichner legten in ihrem Schreiben Wert darauf, dass die Junge Union in regelmäßigem Austausch mit Johannes Hintersberger stehe.

„Unmut an der Parteibasis”

Hintergrund dieser Lanze für Hinterberger ist ein Artikel in der Augsburger Allgemeinen, in dem mit Malaczeks Aussagen das Erscheinungsbild der Augsburger CSU thematisiert wurde. „Die Sacharbeit von Oberbürgermeister Kurt Gribl, auf die man stolz sein könne, kommt nicht so an, weil sie von den CSU-Querelen überlagert wird.“ Malaczek sei damit an die Öffentlichkeit gegangen, weil dieser Unmut immer stärker an der Parteibasis zu spüren sei, wie Malaczek in einem großen Aufmacher der Augsburger Allgemeinen zitiert wurde. Hintersberger sei für ihn schwer zu erreichen und er müsse sich als Bezirksvorsitzender emanzipizieren, indem er die Vorgänge um den umstrittenen Stadtrat Tobias Schley bewerte. „Wenn Hintersberger die Gräben in der Partei schließen will, muss auch parteiintern mehr kommuniziert werden. Viel besser ist die Zusammenarbeit mit OB Gribl“, wie Malaczek in der Augsburger Allgemeinen zitiert wurde.

Bild: Johannes Hintersberger (hinten) mit OB Kurt Gribl und Horst Seehofer im Juli 2011 beim CSU-Bezirksparteitag