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Montag, 18.02.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Jagd- und Angelmesse in Augsburg: PETA übt scharfe Kritik an „Messe für brutalen Freizeitsport“

Morgen startet auf dem Augsburger Messegelände die Messe „Jagen und Fischen“. Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik an dieser „Messe für brutalen Freizeitsport“.

Ab Donnerstag, den 17. Januar findet die Messe „Jagen und Fischen“ in der Messe Augsburg statt. PETA kritisiert die Veranstaltung scharf. Obwohl es keinen nachvollziehbaren Grund für die Jagd auf Tierarten wie Füchse, Vögel und Marder in deutschen Wäldern gebe, würden Jäger bundesweit zwischen vier und fünf Millionen Wildtiere sowie mehrere Hunderttausend Katzen und Hunde pro Jahr töten – vornehmlich als „Freizeitbeschäftigung“. Angler locken jedes Jahr Millionen Fische in eine Falle, bohren ihnen einen Haken durch den Mund, einige lassen sie ersticken oder nehmen sie teils noch lebend aus. Die Tierrechtsorganisation fordert ein Verbot der Hobbyjagd und des Angelns in Deutschland und ruft dazu auf, die Messe zu meiden.

„Es ist geschmacklos, das Töten von Tieren als eine Art unterhaltsamen ‚Freizeitsport‘ anzupreisen“, so Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Unter dem Deckmantel der ‚Naturverbundenheit‘ verursacht das Jagen unermessliches Leid – jedes Jahr werden viele Tiere durch Fehlschüsse verwundet oder in Fallen regelrecht zerquetscht und sterben dabei einen langsamen und qualvollen Tod. Sensible Fische werden als Spielzeug oder Sportgeräte betrachtet und aufgespießt und erschlagen.“

 



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