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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Irrer Abend für den Isländer: Finnbogasons Comeback mit Dreierpack

Wie beim letzten Heimspiel gegen die Breisgauer bescherte Alfred Finnbogason bei seinem Saisoneinstand zum Abschluss der englischen Woche dem FCA mit einem Dreierpack (34., 49. und 82. Min.) ein Erfolgserlebnis zur rechten Zeit. Caiuby hatte den FCA mit seinem zweiten Saisontreffer (19.) auf die Erfolgsspur  gebracht, die die Brechtstädter trotz des Slapstick-Eigentors von Jonathan Schmid (49. Min.) bis zum Schlusspfiff nicht mehr verlassen sollten. Der 4:1 Heimsieg gegen die Freiburger vor 26.488 Zuschauern war nicht nur dem glanzvollen Comeback des neuen FCA-Rekordschützen Alfred Finnbogason zu verdanken, sondern basierte auf einer überzeugenden Mannschaftsleistung.

Von Udo Legner

Trotz des Punktgewinns im Dienstagsspiel bei den Bayern änderte FCA-Coach Manuel Baum seine Startelf auf drei Positionen. Für Raphael Framberger, Jan Moravek und André Hahn spielten Jonathan Schmid, Alfred Finnbogason und Marco Richter. – Die ersten Akzente setzten die Fuggerstädter, die mit ihrem aggressiven Auftreten signalisierten, dass sie an ihren famosen Auftritt in München anknüpfen wollten, um ihren Fans endlich den ersten Heimsieg in dieser Saison zu bescheren.

FCA mit Turbo

In der 3. Minute kam Caiuby nach Zuspiel von Geburtstagskind Max von der Strafraumgrenze erstmals zum Abschluss, doch sein Flachschuss wurde von Freiburgs Torhüter Schwolow pariert. In der 15. Minute das gleiche Bild: Völlig freistehend zog Caiuby aus gut 30 Metern halbrechts mit links ab, doch auch diesen Hammer konnte Schwolow zur Ecke klären. Nur zwei Minuten später zwang Marco Richter nach toller Kurzpass-Kombination mit Caiuby und Gregoritsch den Freiburger Torhüter zu einer weiteren Glanzparade. Nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ gelang Caiuby in der 19. Minute der vielumjubelte Führungstreffer für den FCA. Nach einem Eckball schlug Marco Richter eine Flanke an den langen Pfosten und Caiuby köpfte aus fünf Metern unhaltbar in den linken Giebel.

Auch in der folgenden Viertelstunde war Augsburg klar überlegen. 55 Prozenz Ballbesitz, 61 Prozent gewonnene Zweikämpfe und 4:0 Torschüsse lautete die imposante Bilanz nach 30 Minuten Spielzeit. Die mit vielen Vorschusslorbeeren angereisten Freiburger fanden bislang in der Offensive kaum statt und standen auch in der Defensive angesichts der Angriffswirbel der Augsburger oft auf verlorenem Posten.

Finnbogasons  triumphales Comeback

In der 34. Minute begann der triumphale Auftritt des Isländers Alfred Finnbogason. Sein erster Streich war – zum Leidwesen des Freiburgers Trainers – eine wahre Augenweide: Der durch eine hartnäckige Sehnenverletzung lang außer Gefecht gesetzte Goalgetter schloss bei seinem Comeback eine Traumkombination über Jonathan Schmid, Michael Gregoritsch und Jeffrey Gouweleeuw elegant mit der rechten Hake in Madjer-Manier ab und lenkte den Ball am chancenlosen Freiburger Keeper vorbei ins lange Eck zur 2:0 Führung für den FCA.

Fazit zur Halbzeit

Die bislang beste Saisonleistung des FCA: effektiv vor dem Tor, spielstark und mit einer Aggressivität und Bissigkeit, die den Freiburger Spielaufbau bereits im Keim erstickt!

Kurzer Rückschlag durch Eigentor

Alfred Finnbogason © Siegfried Kerpf

Dass der erste Heimsieg des FCA nicht ganz ohne Wermutstropfen verlief, dafür sorgten die Baum Schützlinge selbst. Die Freiburger hatten auf den klaren Halbzeitrückstand mit zwei Auswechslungen reagiert (Gondorf und Waldschmidt für Lienhart und Terrazzino) und traten nach Wiederanpfiff deutlich forscher auf. Aus dem Nichts machte Freiburg das 1:2 – und sie machten es auch nicht selbst. Einen Distanzschuss von Waldschmidt parierte Luthe, der abgewehrte Ball fiel Waldschmidt erneut vor die Füße, dessen zweiter Torschuss erneut vom Augsburg Keeper pariert wurde. Der Freiburger Sallai setzte nach, Hinteregger wollte im Fallen klären, doch sein Schuss traf Schmid so unglücklich, dass  er über die Torlinie rollte (49.).

Angespornt von diesem Anschlusstreffer spielte Freiburg in der Folge zielstrebiger nach vorne und war in dieser Phase des Spiels deutlich ballsicherer. Dieser Eindruck wird von der Statistik belegt: In der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte kamen die Breisgauer zu fünf Torschüssen und wiesen 60 Prozent Ballbesitz auf. In der 61. Minute hätte Gregoritsch die aufkeimenden Hoffnungen der Freiburger fast zunichte gemacht. Nach feinem Doppelpass mit Finnbogason zirkelte er das Leder aus 20 Metern hauchdünn über den linken Torwinkel. Im Gegenzug (65.) fast der Ausgleich für die Freiburger, wäre da nicht Khedira gewesen, der Sallais Volleyschuss gerade noch zur Ecke klären konnte. Das Spiel war nun völlig offen.

And the Finn-Show goes on

Nur eine Minute später entschied  der Unparteiische Kampka auf Elfmeter für den FCA. Heintz brachte Alfred Finnbogason zu Fall. Ein geschickt herausgeholter Elfer. Der Gefoulte trat selbst zum Strafstoß an und verwandelte diesen mit einem platzierten Flachschuss ins untere Eck zur 3:1 Führung für den FCA. Mit seinem 24. Bundesliga-Tor für den FCA zog Finnbogason an Tobias Werner vorbei und ist nun Rekord-Torschütze der Brechtstädter in der Bundesliga. In der 83. Minute machten die Augsburger endgültig den Deckel zu. Der eingewechselte Hahn hämmerte den Ball scharf von rechts in die Mitte und Finnbogason hat keine Mühe aus fünf Metern den 4:1 Endstand für Augsburg zu erzielen.

Mit seinem zweiten Saisonsieg kletterte der FCA nach dem 6. Spieltag auf den 8. Tabellenplatz. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) treffen die Augsburger auswärts auf den neuen Tabellenführer Borussia Dortmund.

FCA: Luthe – Schmid, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Khedira, Baier – Richter, Gregoritsch, Caiuby – Finnbogason

Einwechslungen:

70. Min. Koo (für Gregoritsch)

74. Min. Hahn (für Richter)

85. Götze (für Baier)

Tore:

1: 0 Caiuby (19.)

2:0 Finnbogason (34.)

2:1 Schmid (49. Min./Eigentor)

3:1 Finnbogason (67./Foulelfmeter)

4:1 Finnbogason (83.)

 

 

 

 



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