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Sonntag, 05.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Im Termin – im Budget

Sanierung der Kongresshalle läuft nach Plan

Öffentliche Bauvorhaben in Augsburg stehen zurzeit unter keinem guten Stern. Der Thater-Container läuft terminlich und finanziell aus dem Ruder, das Curt-Frenzel-Stadion in technischer Sicht. Aber es geht auch anders.

Götz Beck

Götz Beck


Götz Beck, Geschäftsführer der Kongresshalle Augsburg Betriebs GmbH, kann von seinem Generalsanierungs-Projekt nur Erfreuliches berichten: „Wir liegen im grünen Bereich, was die Zeit und auch die Kosten anbetrifft“.

Seit Mai 2010 ist die Kongresshalle geschlossen. Bis einschließlich April 2012 werden die Räumlichkeiten vollständig renoviert und technisch und energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Die Wiedereröffnung als Kongresszentrum Augsburg unter der Marke „Kongress am Park“ ist für Mai 2012 geplant. Die Gesamtkosten der Sanierung betragen 21 Mio. Euro, vom Staat fließen Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von 5,2 Millionen.

Kirchenmaler saniert Sichtbeton

Kalt ist es derzeit auf der Baustelle, weil vor Weihnachten die bis zu sieben Meter hohen Fenster im Foyer vorsichtig ausgeglast wurden. Nur im ausgeglasten Zustand können die Maße für die neuen Scheiben millimetergenau genommen werden, so Gerhard Tham vom Augsburger Architekturbüro Schuller + Tham. Die neuen Scheiben werden im April erwartet. Weit fortgeschritten ist bereits der Einbau neuer Lüftungskanäle und der Sprinklertechnik. Derzeit läuft die Sichtbetonsanierung in Zusammenarbeit mit einem Kirchenmaler, um den Charakter des vom Architekten Max Speidel entworfenen Bauwerks aus den frühen 70er Jahren möglichst originalgetreu zu erhalten. „Die Firmen sind mit viel Engagement und Herz bei der Sache“, freut sich Gerhard Tham.

Die Generalsanierung des Baudenkmals wird filmisch begleitet. Kurz vor Weihnachten wurden die Dreharbeiten zum zweiten Teil der Dokumentation beendet. Der 5-minütige Film des DAZ-Medienpartners Kleeblatt-Film zeigt Bilder von der Baustelle sowie Interviews mit Götz Beck und Gerhard Tham und ist auf der Videoplattform YouTube zu sehen.




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