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Donnerstag, 27.01.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

„Ich möchte, dass in Augsburg ein neues Kapitel in der Brechtrezeption aufgeschlagen wird“

DAZ-Interview mit dem Leiter des Brecht-Festivals Joachim Lang

Der Festivalleiter des diesjährigen Brechtfestivals, Dr. Joachim Lang, nahm sich am vergangenen Freitag mitten im Stress des laufenden Festivals zwei Stunden Zeit, um sich den Fragen der DAZ zu stellen. Das Gespräch fand in entspannter Atmosphäre im „Kaffeehaus Thalia“ statt, der Ton war stets freundlich und von gegenseitigem Respekt bestimmt. Das ist nur deshalb erwähnenswert, weil das vor dem Festival vereinbarte Interview vorübergehend auf der Kippe stand, da Lang auf DAZ-Redakteur Frank Heindl nach seinen Verrissen zum Festivalbeginn nicht gut zu sprechen war. Langs „neues Brecht-Bild“ soll von Augsburg aus mit den „Vorurteilen“ aufräumen, dass Brecht seine Mitarbeiter ausgebeutet habe und ein trockener Ideologe gewesen sei, der heute nicht mehr viel zu sagen habe. Die Veranstaltung, die gestern Abend mit der zweiten Abschlussgala zu Ende ging, war insgesamt „gut besucht, sehr nah an Brecht angelegt und hatte Substanz“, so die grobe Zusammenfassung der von der DAZ befragten Experten, die das Festival als Dauerbesucher begleiteten.

DAZ: Herr Lang, Sie sind hier in Augsburg in diesem Jahr als Brecht-Festivalleiter mit dem hohen Ziel angetreten, die Brechtrezeption zu verändern. Die Brechtrezeption? Wurden Brecht und sein Werk nicht alle zehn Jahre anders bewertet? Im Osten anders als im Westen. Wenn man ein neues Kapitel Brecht aufschlagen will, dann muss es alte geben, die Ihnen offenbar nicht so zu gefallen scheinen …



Lang: Ja, doch erst mal gebe ich Ihnen völlig Recht, eine einheitliche Brechtrezeption gab es nie. Aber es ist zweifellos so, dass es wenige Personen der Weltgeschichte gibt, bei denen so große Diskrepanzen zwischen Faktenlage und Vorurteilen existieren wie bei Brecht. Ich habe von der Brecht-Rezeption in Augsburg gesprochen, da möchte ich ein neues Kapitel aufschlagen. In der Vergangenheit hat sich die Heimatstadt nicht immer leicht mit ihrem großen Sohn getan. Und ich meine, es wird Zeit, dass es in Augsburg einen neuen Umgang mit Brecht gibt, der natürlich weit über die Stadtgrenzen hinaus wirken wird.

DAZ: Vorurteile, die jahrzehntelang als Fakten daherkommen, sind schwer aus der Welt zu schaffen. Was ist aus Ihrer Sicht das härteste Vorurteil?

Lang: Der erste Themenkomplex betrifft das Vorurteil, Brecht habe seine Mitarbeiter ausgebeutet, ein großer Teil seines Werkes stamme nicht von ihm, sondern von seinen Mitarbeitern. Brecht hat dieses Vorurteil selbst noch befeuert, als er nach der Dreigroschenoper gesagt hat, er habe einen laxen Umgang mit geistigem Eigentum. Dennoch handelt es sich um ein Vorurteil. Zu diesem Themenkomplex haben wir mittlerweile umfangreiche Ergebnisse vorliegen. Wir haben Tonbandprotokolle von Elisabeth Hauptmann, Filme, wir haben schriftliche Nachlässe, wir haben auch Tonprotokolle von Ruth Berlau.



DAZ: … langjährige Brecht-Geliebte, Autorin, Co-Autorin und Schauspielerin …

Lang: … und wir haben auch Protokolle von Zeitgenossen, die Brecht-Mitarbeiter waren. Mit ihnen habe ich selber sehr viele Gespräche geführt. Allen habe ich diese Frage gestellt. Wie ich auch dezidiert am vergangenen Montag Regine Lutz in einer Veranstaltung diese Frage gestellt habe. Die Antwort war eindeutig: Er war in der Gruppe, das ist meine Terminologie, „primus inter pares“. Das war auch in Augsburg schon so und das war später so. Das sagen alle Mitarbeiter Brechts. Das Vorurteil, dass er seine Mitarbeiter ausgebeutet habe, stimmt nicht überein mit den Aussagen, die seine Mitarbeiter dazu machen.

DAZ: Okay, aber ist es nicht so, dass es kaum Dokumente darüber gibt, in welchem Maße die Gruppe am Brecht-Werk beteiligt war? Stand nicht immer nur „Bertolt Brecht“ auf den Manuskripten und auf den Buchumschlägen?

Lang: Auch dies stimmt nicht. Nehmen Sie zum Beispiel den Programmzettel der Dreigroschenoper. Brecht ist nur unter „Bearbeitung“ aufgeführt. Aber das ist doch alles längst bekannt. Man braucht nur die Bücher von Professor Dr. Jan Knopf dazu zu lesen.

DAZ: … und der andere Themenkomplex?

Lang: Der andere Themenkomplex ist das Vorurteil, dass Brecht ein trockener und vielleicht auch langweiliger Ideologe war. Diese Haltung ist ein Überbleibsel des Kalten Krieges. Von der DDR wurde er nach seinem Tod als Staatsdichter vereinnahmt, der er natürlich nie war. Das hat man nach der Wende anhand der vorhandenen Dokumente feststellen können. Die neue Veröffentlichung von Werner Hecht belegt, wie groß die Schwierigkeiten waren, die Brecht mit der DDR hatte. Und im Westen gab es unterschiedliche Phasen. Nach dem 17. Juni 1953 und nach dem Mauerbau 1961 war er Gegenstand der politischen Auseinandersetzungen – übrigens auch in Augsburg – und dabei ist sein Werk, wie ich meine, ins Hintertreffen geraten.

DAZ: Wobei beide Vorurteile noch weiter zurückzuverfolgen sind. Tucholsky hat auch schon geschrieben, Brecht sei ein Abschreiber und nicht viel mehr, und die politischen Vorurteile haben ihm ja bereits die Nazis aufgedrückt. Er hatte schon sehr früh einen schlechten Ruf, der sich – wie so Vieles – über den Krieg hinweg gerettet hat und wieder neu aufgewärmt worden ist.

Lang: Ja, Sie haben Recht, wenn Sie sagen, es gibt nicht die eine Brechtrezeption. Es gibt eine Theaterrezeption, die wieder anders ist, es gibt eine west- und eine ostdeutsche Rezeption. Aber worauf es mir ankommt ist, dass es eine Reihe von Vorurteilen gibt, die bis zu den Intellektuellen und Feuilletons durchgedrungen sind. Ich habe in Frankreich schon viel über Brecht gearbeitet. Dort habe ich eine ganz andere Rezeption festgestellt, auch in den USA – auch dort gibt es eine Brechtrezeption, die nicht so ideologisch besetzt ist wie bei uns. Und auch das hat gewissermaßen Tradition. Der Durchbruch von Brecht kam weder in Ost- noch in Westdeutschland, sondern in Paris mit dem Gastspiel 54/55 im Théâtre Sarah Bernhardt, also das Ausland musste den Deutschen sagen, welchen Dichter sie hier haben.

DAZ: Einen Dichter mit einer vom damaligen Zeitgeist sehr abweichenden Vorstellung vom Theater. War Brecht zu seiner Zeit wirklich so revolutionär?

Lang: Ja. Besonders in den Zwanziger und Anfang der Dreißiger Jahre. Er hat das Theater revolutioniert. Damals viel mehr noch als mit seinen Exilstücken, die in der Schule im Mittelpunkt stehen, wie „Leben des Galilei“ oder „Mutter Courage und ihre Kinder“, die natürlich wichtig sind. Aber viel radikaler war sein Theater der zwanziger Jahre, auch die Lehrstücke, die immer noch oft missverstanden werden. Diese Punkte sind nach meinem Verständnis in der Rezeption leider zu weit in den Hintergrund gerückt, wie auch das Provokante und Vergnügliche, das Unterhaltende. Wenn ich sage, dass Brecht vor allem ein Dichter war, der Vergnügen bereiten wollte, dann meine ich das natürlich nicht im Sinne der Unterhaltungsindustrie, sondern im Sinne von Erkennen. „Die Freude an der Erkenntnis“ das ist das, was Brecht sich vorstellte.

DAZ: Alles also früh angelegt?

Lang: Ja, kann man durchaus so sehen. Wenn man die Zeit in Augsburg näher betrachtet, dann hat man weitgehend verstanden, wie er gearbeitet hat: zusammen mit seinen Freunden, der Spaß stand im Vordergrund. Er sagt ja selber, dass er zuerst Lieder geschrieben und sie seinen Freunden vorgespielt habe. Es war auch Spaß an der Provokation und der Wille, ein großer Dichter zu werden.

DAZ: Brecht hat selbst sehr oft aus der Metaebene über seine Arbeitsweise, seine Schreibprozesse berichtet. Warum sind dadurch die von Ihnen konstatierten Vorurteile nicht von ihm selbst für die Nachwelt ins richtige Licht gerückt worden?

Lang: Einer seiner wichtigsten Mitarbeiter, Manfred Wekwerth, war kurz vor Brechts Tod im Sommer 56 bei ihm in Buckow in dessen Landhaus. Ich werde mein Gespräch mit Wekwerth demnächst im Eulenspiegel-Verlag veröffentlichen. Brecht hat Wekwerth damals gesagt, vielleicht habe er etwas falsch gemacht, weil er seine Theorie und auch seine Theaterarbeit in Büchern einsichtig gemacht hat. Viele gingen von der Theorie aus, es geht aber um das Theater, um die Geschichten, die erzählt und gezeigt werden; das Theater lebt von der Begegnung von Menschen. Und einen wichtigen Punkt hat er, so wird Brecht zitiert, nicht genügend herausgestellt: Die Kategorie der Naivität. Laut Benjamin zog sich Brecht auf die elementaren Bestandteile des Theaters zurück und revolutionierte es. Er machte den Schauspieler wieder zu einem Zeigenden und den Zuschauer zu einem Angesprochenen. In diesem „zeigt, dass Ihr zeigt“ bestand das radikale Neue.

DAZ: Gehen Sie nicht davon aus, dass sich diese scheinbar naive Herangehensweise immer wieder verändert hat? Hat nicht Brecht sein Theater selbst immer wieder anders definiert? Hat sich Brecht nicht selbst von dem entfernt, was er ursprünglich wollte? Wollte er am Schluss nicht etwas völlig anderes als am Anfang? Sehen Sie da eine lineare Entwicklung oder ist Brecht hin und her gehüpft?

Lang: Selbstverständlich hat Brecht sein Theater und sein gesamtes Werk ständig verändert. „Denken heißt verändern“ heißt mein Porträt zum 100. Geburtstag. Er hat sich immer wieder auch den veränderten Produktionsbedingungen angepasst. Nehmen Sie z.B. die Dreigroschenoper: Zunächst der große Theatererfolg, dann versuchte er einen Film daraus zu machen, indem er das Stück völlig umschrieb. Er sagte, ein Theaterstück zu verfilmen, ohne es grundlegend zu verändern, ist Unsinn. Dann musste er ins Exil. Ihm war die Möglichkeit der Theater- und Filmarbeit genommen und er schrieb den Dreigroschenroman.

DAZ: … eine dialektische Entwicklung, eine Stringenz in der Beweglichkeit.

Lang: Genau. Er hat auf die Zeit reagiert und sein Werk immer wieder verändert. Allein von „Baal“ gibt es 5 verschiedene Fassungen, die letzte aus den 50er Jahren.

DAZ: Herr Lang, ist Ihr Anliegen, bei Brecht ein neues Rezeptionskapitel aufzuschlagen für das Festival in Augsburg nicht ein wenig vermessen? Anders gefragt: Was trauen Sie Ihrem Festival zu?

Lang: Ich möchte, wie schon erwähnt, ein neues Kapitel in der Brecht-Rezeption in Augsburg aufschlagen. Wenn man Brecht und Augsburg sagt, fallen einem zwei Punkte ein: Zum einen die Heimatstadt des großen Künstlers, zum anderen die Schwierigkeiten im Umgang mit ihm. In der Vergangenheit war mehr von Streitigkeiten von handelnden Personen zu hören als über das eigentliche Thema selbst. Ich möchte versuchen, dass das Werk des Künstlers in seinem Facettenreichtum, seiner Aktualität und besonders auch in seiner Heimatstadt wieder lebendig wird. Und beim Festival hat man gespürt, dass dies tatsächlich möglich ist.

DAZ: Na ja, es gab ja in Augsburg lange Zeit eher überhaupt keine Rezeption. Brecht wurde in Augsburg lange Zeit kaum wahrgenommen und kaum im Theater gespielt. Im Stadtrat wurde Brecht noch in den 60er Jahren als „elender Kommunist“ beschimpft. Noch vor sagen wir mal zirka 30 Jahren bestand die Augsburger Brecht-Pflege darin, dass man am Todes- – oder waren es am Geburtstag? – einen Kranz an Brechts Geburtshaus gehängt hat, das damals noch kein Museum war, sondern ein eher heruntergekommenes Wohnhaus mit einer Tafel neben der Tür. Trotz der Tafel wurde einmal der Kranz ans Nachbarhaus gehängt.

Lang: Dann war das die Rezeption. So sieht man es von außen. Sie haben das treffend beschrieben. Die Vorurteile, dass Brecht ein Kommunist und Frauenverschlinger war, sind hier noch potenziert worden – und man hat ihn abgelehnt. Und selbst in der jüngeren Vergangenheit war es so, dass man mehr von Streitigkeiten über Brecht hörte als über Brecht selber. Offenbar waren die Protagonisten der Auseinandersetzungen wichtiger als die Sache selbst. Brechts Werk wurde in der politischen Auseinandersetzung instrumentalisiert. Das war übrigens nicht nur in Augsburg so. Ich freue mich deshalb sehr, dass mein Konzept im Stadtrat einstimmig beschlossen wurde. Und auch beim Festival war zu spüren, wie stark alle Fraktionen hinter einem Neuanfang stehen. Das freut mich.

DAZ: Sehen Sie nicht die Gefahr, dass Sie mit der Message Ihres Festivals dazu beitragen könnten, dass man in Augsburg den großen Dichter zurechtpoliert auf einen Sockel stellt, ihn entpolitisiert, entideologisiert, den großartigen Lyriker und netten Unterhalter herauskehrt und den Rest weglässt?

Lang: Diese Gefahr sehe ich überhaupt nicht, weil ich für das Programm verantwortlich bin. Brecht hat provoziert, gerade auch politisch. Und wenn Sie bei den Veranstaltungen dabei waren, werden sie gesehen haben, dass diese Themen immer wieder im Mittelpunkt gestanden haben. Brecht wird auch nicht auf einen Sockel gestellt, sondern sein Werk und dessen Wirkung in seiner Widersprüchlichkeit dargestellt. Selbstverständlich auch die Irrtümer. Aber entideologisieren möchte ich Brecht tatsächlich, weil er kein Ideologe war, sondern ein Dichter, der mit seiner Kunst auf vergnügliche Art provozierte und die gesellschaftliche Wirklichkeit thematisierte.

DAZ: Die distanzierte Heimatstadt des Dichters – welche Brücken schlägt da Ihr Festival?

Lang: Ich habe ja schon von Anfang an auf die großartige Arbeit gesetzt, die in Augsburg geleistet wurde. Frau Votteler mit dem Theater, Dr. Gier und Dr. Hillesheim in wissenschaftlicher Hinsicht, Menschen, die sich um Brecht verdient gemacht haben wie Kurt Idrizovic. Und in letzter Zeit sind neue Freunde unseres Projekts dazugekommen. Darauf gilt es aufzubauen und das ist ein wichtiges Potenzial.

Joachim Lang im Gespräch mit Frank Heindl

Joachim Lang im Gespräch mit Frank Heindl


DAZ: Sie haben den Anspruch, dass in Augsburg ein neues Kapitel in der Brecht-Betrachtung aufgeschlagen wird. Das verlangt aber eine gewisse Fähigkeit zur Reflexion sowie eine nachhaltige Lust am literaturtheoretischen Diskurs. Diesen Anspruch könnten Sie vermutlich gründlicher in die Stadt Berlin hineintragen, aber in Augsburg entsteht da vermutlich zunächst eine gewisse Irritation, dann zieht Ihre Karawane weiter und alles ist wie zuvor. Sehen Sie das nicht auch so?

Lang: Man kann schon sagen, dass in Berlin manches einfacher ist als in Augsburg. Ich war schon überrascht, dass meine letztjährige Gala, die ich in vergleichbarer Form mit Claus Peymann am Berliner Ensemble gestaltet habe, in Augsburg beim Publikum toll ankam, aber in der Presse nicht so behandelt wurde, wie ich mir das vorgestellt habe. In Berlin wurde die Gala vom Tagesspiegel, der Berliner Zeitung und der FAZ sehr positiv besprochen. Aber in Augsburg wurden eben lange noch Stellvertreterkämpfe geführt. Das hat sich verändert und darüber bin ich froh. Im Übrigen zieht meine Karawane nicht weiter. Es geht um Nachhaltigkeit, und dafür muss auch in den langen Zeiträumen zwischen den Festivals etwas getan werden.

DAZ: Albert Ostermaier, Ihr Vorgänger, hatte nicht unbedingt wie Sie eine neue Form der Brechtrezeption im Visier, ihm ging es wohl eher darum, dass man darüber nachdenkt, wie Brechts Werk fortzuführen sei. Vielleicht ging es ihm bereits darum, das Werk Brechts künstlerisch fortzuführen oder es womöglich zu negieren. So lässt sich vielleicht auch die skandalträchtige – auf jeden Fall provokante – Eröffnungsrede Daniel Kehlmanns eher mit Nachsicht bewerten. Würden Sie so weit gehen, zu sagen, dass Ostermaiers ABC-Idee der falsche Weg für ein Brecht-Festival in Augsburg war?

Lang: Ihre Definition über den Unterschied zwischen dem neuen und dem alten Festival halte ich nicht für richtig. Für mich ist ebenso wichtig, was andere Künstler aus Brechts Werk machen und was daraus entstehen kann. Ich schätze die Arbeit von Albert Ostermaier außerordentlich und es macht keinen Sinn, eine Kontroverse zu konstruieren. Auch die Rede von Daniel Kehlmann kann man mit Nachsicht behandeln. Er hat einfach die Position der Adenauer-Zeit, als der Zeit des Kalten Krieges, zu seiner eigenen gemacht. Ich habe mehrfach dargelegt, dass ich diesen Standpunkt für überholt halte. Aber man darf doch in solchen Fragen unterschiedlicher Meinung sein. Im Übrigen freue ich mich sehr, dass Albert Ostermaier den Brecht-Preis erhält. Ich schätze besonders auch sehr seine lyrische und dramatische Arbeit.

DAZ: Herr Lang, vielen Dank für das Gespräch.

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Das Interview führten Siegfried Zagler und Frank Heindl.