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Donnerstag, 25.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Hotel- und Gastgewerbe profitiert vom heißen Sommer

Die Tourismusbranche in Schwaben profitiert von den heißen Temperaturen in Deutschland und schaut nun, nach einem verregneten Frühjahr, zuversichtlich auf den Sommer 2010. Dies geht aus der aktuellen Konjunkturbilanz der IHK Schwaben für das Hotel- und Gastgewerbe hervor.

Beim Rückblick auf die vergangene Saison war bereits festzustellen, dass die Tourismus- und Freizeitunternehmen wieder von einer leicht ansteigenden Konjunktur profitieren konnten, wie die Ergebnisse der Tourismusumfrage der IHK Schwaben bei 231 Unternehmen ergab. Der Großteil war mit der abgelaufenen Geschäftslage zufrieden und jedes vierte Unternehmen kann im Vergleich zum Vorjahr auf verbesserte Geschäftsergebnisse zurückblicken.

Jedes dritte Unternehmen geht aktuell davon aus, dass sich die Geschäftslage verbessern wird, während nur jedes fünfte Unternehmen mit einer Verschlechterung rechnet. Besonders optimistisch sind die Hotelliers und Campingplatzbetreiber, während der Optimismus der Gastronomiebesitzer noch eher verhalten ist. Zusatzimpulse durch die Fußball-WM haben die Gastronomiebetriebe erfahren, die im Bereich Public-Viewing engagiert waren und die Betriebe mit Außengastronomie angesichts des nun endlich guten Wetters.

Preise stabil – keine Neueinstellungen beim Personal

„Die Preise für Übernachtung und Bewirtung bleiben stabil“, berichtet Robert Frank, Vizepräsident der IHK Schwaben, von den Planungen der Betriebe. 85 Prozent aller befragten Unternehmen wollen keine Preisanpassungen vornehmen. Preiserhöhungen seien aufgrund des Kostenbewusstseins auf Seiten der Geschäfts- und Privatkunden nicht durchsetzbar, obwohl sie für manches Unternehmen notwendig wären, um die teilweise riskante Ertragssituation zu entschärfen.

„Das heimische Gastgewerbe will zumindest bislang aufgeschobene Investitionen jetzt wieder in Angriff nehmen“, so Frank. Begünstigt würde diese Entscheidung durch die Anfang des Jahres in Kraft getretene Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Beherbergungsleistungen. 36 Prozent der Unternehmen hätten zunehmende Investitionsausgaben in ihren Budgetplänen vermerkt. „Eine Rücknahme der Mehrwertsteuerreduzierung würde vieler dieser Investitionsvorhaben und somit die Attraktivitätssteigerung des heimischen Tourismusangebotes verhindern“, bedauert Frank die aktuellen politischen Diskussionen. Für Personaleinstellungen ist es rund 86 Prozent der befragten Unternehmen im Gastgewerbe noch zur früh. Erst müssten sich die positiven Erwartungen zur laufenden Sommersaison erfüllen.

Quelle: Tourismusbilanz Frühjahr 2010, IHK Schwaben