DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Donnerstag, 16.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Hannover vs. Augsburg 2:1

Nach einer zerfahrenen Partie und zwei geschenkten Toren gingen die Hannoveraner als glücklicher Sieger vom Platz. Die Tore schossen Paul Verhaegh (Handelfmeter/ 51.) für den FCA und Arthur Sobiech (Manningers Geschenk/59.) sowie Szabolcs Huszti (Handelfmeter: Ostrzoleks Geschenk/89.) für Hannover.

Von Siegfried Zagler

Wäre das Spiel unentschieden ausgegangen, hätte man Augsburgs Torhüter Alexander Manninger unterstellen können, dass sich in seinem Unterbewusstsein ein Faible für gerechte Spielausgänge eingenistet hat: Ein erfahrener Torhüter, der sich ohne Not dergestalt ungeschickt anstellt wie Manninger beim Hannoveraner Ausgleich, lässt die verwegensten Schlussfolgerungen plausibel erscheinen. „Das Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt“, wäre ein haarscharf zutreffender Satz gewesen, wäre das Spiel unentschieden ausgegangen. Das Spiel stellte eine klassische Variante eines torlosen Unentschieden dar, es ist aber nicht unentschieden ausgegangen. Hannover hat gewonnen, weil sich der FCA in der Abwehr einen Tick dümmer anstellte als die 96er, die sich im Angriff ähnlich krisenhaft präsentierten wie die Augsburger, deren „Mittelstürmer“ nun seit 882 Pflichtspielminuten keinen Treffer mehr erzielte, aber dafür immer sehr ordentlich nach hinten arbeitet. Mit weniger Zynismus wird sich Manfred Seiler im Lauf des Sonntags dem Augsburger Auftritt in Hannover widmen.