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Donnerstag, 18.04.2024 - Jahrgang 16 - www.daz-augsburg.de

Erinnerungskultur

Halle 116: Initiative fordert “umgehende Nutzungsaufnahme”

In einer Stellungnahme zeigt sich die Initiative „Denkort Halle 116“ in ihrem Vorhaben bestärkt, das ehemalige Außenlager des Dachauer Konzentrationslagers (“Halle 116”) als Denkort zu nutzen

Halle 116 © DAZ

“Dies wäre ein überzeugender Beleg politischen Willens abseits öffentlichkeitswirksamer Bekenntnisse zur Friedensstadt”, so die Initiative, die in den zurückliegenden Monaten Gespräche mit allen im Regierungsbündnis vertretenen Fraktionen geführt hat und dabei versichert bekam, dass ein Verkauf der Halle an Dritte nicht mehr zur Diskussion stehe. – “Außerdem freut uns, dass das Ausstellungskonzept von Professor Gassert zur Umsetzung des Denkortes in der Halle 116 allseits als Grundlage für die weitere Planung angesehen wird“, so der Sprecher der Initiative, Dr. Harald Munding.

Die Vorträge von Karl Freller (MdL, CSU, Vorsitzender der Stiftung Bayerische Gedenkstätten) und Prof. Dr. Nerdinger (u.a. Gründungsdirektor des NS-Dokuzentrums München) hätten die Initiative darin bestärkt, ein vernünftiges und gegenüber der Geschichte verantwortungsvolles Anliegen zu formulieren.

Die Initiative sieht in Sachen Nutzung der Halle 116 ideale Voraussetzungen für folgende Maßnahmen: Zunächste müsse eine Überführung des Grundstückes in das Eigentum der Stadt und in das Vermögen einer zu gründenden Stiftung „Denkort Halle 116“ realisiert werden. Anschließend steht eine bauliche Sanierung durch die WBG aus den Mitteln der Entwicklungsmaßnahme „Sheridan-Kaserne“ auf der Agenda der Initiative – mit Einbeziehung kompatibler Interessenten in das Nutzungskonzept, wie etwa des Regionalverbands der Sinti und Roma oder der für Augsburg geplanten Zweigstelle der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Und schließlich fordert die Initiative eine “umgehende Nutzungsaufnahme des Denkortes ohne Zuordnung sämtlicher Flächen, damit Freiräume für künftige Entwicklungen und Erweiterungen gewahrt bleiben”.