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Dienstag, 12.11.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Halle 116 – Auf dem Weg zum Lern- und Erinnerungsort

Die städtische Fachstelle für Erinnerungskultur lädt alle Interessierten dazu ein, die Geschichte der „Halle 116“ und die Initiative, die sich für ihren Erhalt engagiert haben, kennenzulernen.

Foto: © DAZ

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Dazu werden am Wochenende (13. und 14. Juli) Führungen durch das Gebäude, das Sheridan-Areal und die gezeigten Ausstellungen angeboten. Das in den 1930er Jahren als Teil der Luftnachrichtenkaserne in Pfersee erbaute Gebäude war im Mai 1944 von den Nationalsozialisten zu einem Außenlager des KZ Dachau umfunktioniert worden. Bis zu seiner Auflösung im April 1945 diente dieses zur Unterbringung von KZ-Häftlingen, die vor allem für die Messerschmitt AG Zwangsarbeit verrichten mussten.

Nach Kriegsende bezogen die US-Streitkräfte die Luftnachrichtenkaserne und fassten sie mit der angrenzenden Infanterie- und Heeresnachrichtenkaserne zur Sheridan-Kaserne zusammen. Das Gebäude erhielt durch die Amerikaner seine namensgebende Nummerierung 116. Bis zu deren Abzug im Jahr 1998 wurde die Halle unter anderem als Garage, Werkstatt und Bibliothek genutzt.(pm/pif)

Folgende Ausstellungen sind in der „Halle 116“ zu sehen:

KZ-Außenlager und Zwangsarbeit in Augsburg –VVN-BdA Kreisverband Augsburg

Bauten Erinnern. Augsburg in der NS-Zeit (Auswahl) -Architekturmuseum Schwaben

Amerikanisches Leben in Augsburg – UniversitätAugsburg

Von der Garnison zur Konversion (Auswahl) – Architekturmuseum Schwaben/Stadtplanungsamt

Sinti gestern, heute und morgen – Regionalverband Deutscher Sinti und Roma Schwaben e. V.

Der Messerschmitt-Komplex – GeschichtsagenturAugsburg Dokumente zur Geschichte der „Halle 116“ –BÜRGERAKTION Pfersee „Schlössle“ e. V.