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Sonntag, 28.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Grüner Vorstoß zum FCA-Kombi-Ticket

Die Vorstandssprecher der Grünen, Melanie Klees und Matthias Strobel, haben sich in einem offenen Brief an den FCA-Präsidenten Walther Seinsch und den Stadtwerkechef Norbert Walter gewandt. Es geht um den Erhalt des Kombi-Tickets.

Wie in vielen Bundesligastädten üblich, konnten Besucher eines FCA-Heimspiels mit der Eintrittskarte auch den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Die Stadtwerke Augsburg haben die Leistungen bisher u.a. auf Basis von Werbeflächen erbracht. Vergangene Woche hatten die Stadtwerke wegen der künftig höheren Transportkosten zur impuls arena das Kombi-Ticket in Frage gestellt.

Die erhöhten Kosten für die Fahrten zum neuen Standort sind für die Grünen verständlich, da statt Bussen nun Straßenbahnen eingesetzt werden müssen, die zudem außerhalb der regulären Linien verkehren. Doch sei es verwunderlich, dass die Stadtwerke Augsburg GmbH nicht schon früher Berechnungen zu den Kosten vorgelegt hat. Bereits in den Planungen zum Stadionbau hätte klar sein müssen, dass es mit einem Gleisanschluss alleine nicht getan ist.

Schwarzfahrten befürchtet

Für die Grünen ist es in Anbetracht der Lage der neuen Arena, der Parkplatzsituation vor Ort und der ökologischen Auswirkungen durch die Anfahrt per Auto „unabdingbar, dass für die Besucher der Spiele ein attraktives Nahverkehrsangebot vorhanden sein muss“. Auch praktische Gründe für das Kombi-Ticket führen die Grünen ins Feld: Es sei nur schwer zu realisieren, dass 30.000 Fans relativ zeitgleich eine Fahrkarte lösen. Auch die Fahrkartenkontrollen in übervollen Straßenbahnen sei schwer möglich. Schwarzfahrten zu Lasten der Allgemeinheit wären die Folge.

Die Grünen hoffen nun auf eine für beide Seiten tragbare Lösung pro Kombi-Ticket und schlagen eine Kombination aus Werbeleistungen und direkten Zahlungen als gangbaren Weg für die Stadtwerke und den FC Augsburg vor.