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Mittwoch, 27.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Grüne: Grab begreift seinen Job nicht

In der aktuellen Debatte um die Zukunft der Mozartstadt Augsburg vermissen die Augsburger Grünen eine inhaltliche Aussage von Kulturreferent Peter Grab.

mozartstadt.de

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„Aufgrund des nun zweijährigen Rhythmus des Festivals wäre genug Zeit gewesen, sich um eine konzeptionelle Weiterentwicklung des Mozartfestes zu kümmern. Wenn Grab jetzt anlässlich der Debatte um mozart@augsburg betont, dass ein Gesamtkonzept entwickelt werden soll, zeigt das, dass er nach wie vor nicht begriffen hat, was seine ureigene Aufgabe ist – nämlich die konzeptionelle Weiterentwicklung der Kulturpolitik”, so der Fraktionschef der Grünen Stadtratsfraktion, Reiner Erben.

Zu lange abgewartet

Aus Sicht der Grünen Fraktion sollte es selbstverständlich sein, dass alle lokalen Akteure bei einer Konzepterstellung mit eingebunden und insbesondere die Bedeutung der Musikvermittlung und des Leopold-Mozart-Zentrums berücksichtigt werden. „Wir müssen uns jetzt auf den Weg machen die Weichen zu stellen. Hier haben der Oberbürgermeister, der noch vor 2½ Jahren Mozart zu einer zentralen Dachmarke ausgerufen hat, und auch der Kulturreferent zu lange abgewartet, so die kulturpolitische Sprecherin der Grünen, Verena von Mutius.

Das Thema Mozart braucht einen gesamtstädtischen Blick

Die Vielschichtigkeit der Akteure und Aufgaben beim Thema Mozart zeige, dass die städtische Kulturpolitik die Gesamtverantwortung übernehmen müsste, so die Auffassung der Grünen, die einen „gesamtstädtischen Blick beim Thema Mozart“ anmahnen. Das wäre die Voraussetzung dafür, dass „Einzelakteure und einzelne Events das Profil der Stadt in Sachen Mozart zusätzlich schärfen und besser vermitteln.“ Hintergrund dieser Verlautbarung ist das Bekanntwerden einer Konzeptidee, die Mozartreihe mozart@augsburg mit dem städtischen Mozartfestival zusammenzuführen. Sebastian Knauers Vorschlag wurde von der Augsburger Kulturpolitik aller Couleur via öffentlicher Stellungnahmen abschlägig behandelt. Kulturreferent Peter Grab sprach davon, dass erst ein Gesamtkonzept erstellt werden müsse.