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Montag, 29.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Grüne fordern Stopp von ku.spo-Flop

Die Augsburger Grünen – dem Projekt zur Zusammenführung von Kultur und Sport von Kulturreferent Grab von Anfang an skeptisch gegenüberstehend – fordern einen sofortigen Stopp von ku.spo.

ku.spo-Webseite

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Die „laut Presseberichten mehr als mäßige Resonanz auf die Eröffnung der Veranstaltungsreihe ku.spo-Open“ nimmt Martina Wild von der Stadtratsfraktion der Grünen zum Anlass, die Frage zu stellen, wie lange sich die Stadt das Projekt Kultur und Sport in Augsburg noch leisten wolle. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet hatte, wurde bei der Eröffnungsveranstaltung am Samstag im abraxas zwar sportlich und künstlerisch Sehens- und Hörenswertes geboten, doch war außer den Beteiligten kaum jemand in den Kulturpark West gekommen. Auch der am Sonntag stattfindende Salsa-Kurs im Reichlesaal des Zeughauses fand keine Resonanz. Wild sieht mit ku.spo ein Thema am Leben erhalten, das niemanden wirklich interessiere und mit dem man dem Anspruch, mehr Menschen für Angebote der Kultur und des Sports zu begeistern, nicht gerecht werde. Ku.spo sei bisher ein „völliger Flop“.

Fehlentwicklung in den Aktivitäten des Kultur- und Sportreferates

Der Fraktionsvorsitzende der Augsburger Grünen Rainer Erben wird noch deutlicher: „Man kann ja schon über das Ziel diskutieren, muss aber festhalten, dass es nicht im Ansatz erreicht wurde. Bisher wurden vor allem hohe Kosten für wenig Resonanz verursacht und hierfür auch noch neue Stellen geschaffen.“ Die Grünen sehen eine Fehlentwicklung in den Aktivitäten des Kultur- und Sportreferates. Dessen Aufgabe könne es nicht sein, die Eröffnung der impuls arena zu sponsern und Schnupperkurse bei kommerziellen Veranstaltungen zu bezuschussen oder gar ein Show-Training des FCA. Vielmehr müsste ein Integrationskonzept, wie es in anderen Kommunen selbstverständlich sei, die Verbindung von MigrantInnen zu Sportvereinen und Sportorganisationen fördern.

Die Grünen vermissen auch ein klares Konzept, wie Sportvereine und Kultureinrichtungen noch stärker mit (Ganztages-)Schulen zusammenarbeiten können. Stattdessen werde viel Geld für Events und Hochglanzmaterialien ausgegeben; dies sei überaus ärgerlich. Konsequenterweise fordert Erben, ku.spo sofort einzustellen: „Wir gehen auf ein schwieriges Haushaltsjahr zu. Da können wir uns ein solch belangloses Projekt beim besten Willen nicht mehr leisten!“