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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Grüne fordern mehr Bio-Lebensmittel für Augsburgs Schulen

Das selbstgesteckte Ziel, den Bio-Anteil für die Schulverpflegung auf 30 Prozent zu erhöhen hat die Stadt Augsburg 11 Jahre nach dem Grundsatzbeschluss  noch nicht erreicht

Im Jahr 2007 hat der Stadtrat einen Grundsatzbeschluss zum Thema „Gesunde Ernährung – Biostadt Augsburg“ gefasst. Darin wurde beschlossen, dass in städtischen Einrichtungen, wie in Kindertagesstätten und Schulen eine Ausweitung des Anteils an Bio- Lebensmitteln auf 30 Prozent und verstärkt saisonale und regionale Lebensmittel verwendet werden sollen.

„Von der gewünschten Zielsetzung sind wir weit entfernt, wie der aktuelle Bericht der Verwaltung in der gemeinsamen Ausschusssitzung zeigt. Besonders ernüchternd ist die Schilderung der Verpflegungssituation an den Schulen: Die drei großen Caterer, die 62 Prozent der Schulen in Augsburg versorgen, verwenden gar keine oder nur punktuell Bio-Produkte. Die kleineren Caterer (mit je 1-3 Schulen) haben von unter 10 Prozent bis maximal 20 Prozent Bio-Lebensmittel im Einsatz. Damit ist das Ziel von 30 Prozent Bio-Lebensmittel auch nach 11 Jahren noch in weiter Ferne. Und das, obwohl Essen mit Bio-Lebensmitteln nicht teurer ist. Hier müssen wir nun in Augsburg dringend Maßnahmen zur Verbesserung ergreifen und endlich das tun, was München und Nürnberg bei der Verpflegung ihrer Kitas und Schulen seit Jahren machen.“ So Martina Wild, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Augsburger Stadtrat in einer Stellungnahme.

Dass es besser gehe, würden die Beispiele aus anderen Städten zeigen. So sei man in München längst bei 50 Prozent angekommen. Die Grüne Fraktion unterstützt dashalb die vom Gesundheitsamt vorgeschlagenen Fortbildungen und Beratungen für Schulen sowie Betriebscoaching für Cateringunternehmen zur Bio-Einführung. Für ganz wesentlich hält die Fraktion das Thema Ausschreibungen und Vergaben.

„Die geforderten Qualitätskriterien müssen Bestandteil der Ausschreibungen sein, sonst kommen wir nicht weiter. In München erfolgt eine Ausschreibung des Standortes durch die Stadt und in diese Ausschreibung für den Pachtvertrag wird das gewünschte Speisenangebot mit Hinweis auf die vom Stadtrat gewünschten Qualitätskriterien aufgenommen. In gleicher Weise wird bei Eigenbewirtschaftung verfahren“, so Martina Wild. Die Grünen haben nun beantragt, dass die Ausschreibung und Vergabe nach dem Münchner Modell erfolgen soll. — Foto © DAZ

 



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