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Sonntag, 24.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Großes Bürgerinteresse für die Präsentation der Siegerentwürfe

Knapp 1000 Besucher fanden am Samstagnachmittag den Weg in die Toskanische Säulenhalle im Zeugheus, um die prämierten Entwürfe des Ideenwettbewerbs “Innenstadt Augsburg” in Augenschein zu nehmen. Seit Jahrzehnten geistern Vorschläge und Ideen zur Fortentwicklung des Königsplatzes sowie innerstädische Verkehrs- und Gestaltungspläne durch die Stadt. Realisiert wurde wenig. Ginge es nach dem Willen der Bürger, soll damit nun Schluss sein.

Die beiden Journalisten Michael Hörmann und Christoph Frey, die im Rahmen der Aktion “Sag´s der AZ” von den Augsburger Bürgern wissen wollten, was von den ausgestellten Siegerbeiträgen zu halten sei, zeigten sich überrascht über die breite Zustimmung und Begeisterung der Augsburger zu den visionären Ideen für die Innenstadt. Architekt Volker Schafitel, der mit “seinem” Bürgerentscheid den Wettbewerb erst möglich gemacht hatte, und die beiden Architekten des Siegerentwurfs – Eberhard Wunderle und Klaus Stumpf – mischten sich unters Publikum und beantworteten die Fragen der Bürger zum schwer zu fassenden “Wunderwerk”.

Flächendeckende Tempo 30 Zonen. Ein autofreier Königsplatz durch die Brechung des Autoverkehrs auf der Achse Adenauerallee/ Kennedyplatz. Ein grüner “Augsburg Boulevard” ohne Autoverkehr auf der Fuggerstraße. Die Verfrachtung des Autoverkehrs auf die Schaezler- und Schießgrabenstraße mit Verkehr in beiden Richtungen. Neue Gleisführungen im Oberen Graben, Forsterstraße und einer Linie über die Karlstraße und Frölichstraße zum Bahnhof. Weitere Entlastung des Königsplatzes durch Vermehrung der Umsteigepunkte. Die Neugestaltung der Fußwegachse Bgm.-Fischer-Straße/ Bahnhofstraße. Seit Donnerstagabend sind diese revolutionären Ideen zu real existierenden Möglichkeiten der Augsburger Stadtpolitik geronnen.

Noch zwei Wochen sind die prämierten Vorschläge in der Toskanischen Säulenhalle im Zeughaus zu sehen. Täglich von 16:30 bis 17:30 Uhr stehen die Architekten Volker Schafitel und Eberhard Wunderle der Öffentlichkeit Rede und Antwort. Eine kommunikative Internetplattform der DAZ und ein Zettelkasten für Fragen und Einwände der Bürger sowie eine Pinnwand mit den Antworten der Fachleute soll ab Montagnachmittag die Ausstellung bereichern.