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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Gribl zu Baumfällungen: „Es lag eine klare Aktenlage vor“

Auf dem Presseempfang der Stadt Augsburg äußerte sich Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl am Dienstag im Rahmen eines Showinterviews mit dem früheren Lokalchef der Augsburger Allgemeinen Alfred Schmidt zu den Baumfällungen am Herrenbach und zu dem Vorstoß des ehemaligen Bauunternehmers Ignaz Walter, der kürzlich mit seinen Plänen unter der Fuggerstraße eine Tiefgarage bauen zu wollen, reichlich Staub aufgewirbelt hatte.

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl

„Was wir brauchen, ist Parkraum an der richtigen Stelle“, so Gribl auf die Frage, ob eine Tiefgarage an der prominenten Stelle notwendig sei. „Diese Pläne halte ich zumindest für fragwürdig“, so Gribl weiter, der sich in seiner Ablehnung zu diesem „aus der Zeit gefallenen Projekt“ nicht weiter aus dem Fenster lehnte, weil er ahnt, dass die CSU-Stadtratsfraktion in dieser Angelegenheit nicht leicht zu kontrollieren ist.

Zum Thema Baumfällungen erklärte Gribl , dass der Anlass der Baumfällungen am Herrenbach durch „Gefahr im Verzug“ „einer klaren Aktenlage“ geschuldet sei, die durch die Aussage von vier Ämtern dokumentiert worden sei. Gemeint waren Tiefbauamt, Grünamt, Wasserwirtschaftsamt und die Untere Wasserrechtsbehörde. Es habe, so Gribl, keine andere Möglichkeit gegeben, als so zu verfahren wie geschehen. Mit dem Begriff aus dem Verfahrensrecht „Gefahr im Verzug“ versuchte Gribl die überraschende Eile der Aktion zu plausibilisieren: „Es musste zügig gehandelt werden.“

Die Frage, ob er 2020 erneut als Oberbürgermeister kandidieren werde, ließ Kurt Gribl offen.

 



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