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Sonntag, 28.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Grab: „Das Ziel für die Interimsspielstätte bleibt 2011“

Rechtliche Probleme verhindern derzeit die Vergabe des Auftrags für die Ersatzspielstätte am Theater zu Konditionen, die für die Stadt annehmbar sind. Trotzdem soll am zeitlichen Fahrplan festgehalten werden.

260 Zuschauerplätze: geplanter Container beim Theater

260 Zuschauerplätze: geplanter Container beim Theater


Während die Stadt nur 4,2 Mio. Euro für den Theater-Container ausgeben will, liegt das günstigste Angebot, das die Fa. Züblin abgegeben hat, bei 5,1 Millionen. Anders als ein privater Bauherr kann die Stadt nicht einfach in Verhandlungen mit dem Bieter eintreten. Sie muss sich an die Regularien der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) halten. Zwar kennt auch die VOB ein Verhandlungsverfahren, aber nach Auffassung der Regierung von Schwaben liegen die Voraussetzungen hierfür derzeit nicht vor. Der Stadt bliebe damit nur eine erneute Ausschreibung mit modifizierten Unterlagen, um zu einem günstigeren Preis für den Container zu kommen. Zeitverzögerung laut Theatersprecher Philipp Peters: sechs Monate, zu lang sowohl für das Theater als auch für die Stadtspitze.

Elefantentreffen am Dienstag vor der CFS-Sondersitzung

Am Rande des gestrigen AEV-Spiels war von Kulturreferent Peter Grab zu erfahren, dass sich deshalb vor der Stadtratssondersitzung am Dienstag, 7. Dezember ein Runder Tisch mit den „üblichen Verdächtigen“ treffen werde. OB Kurt Gribl, Finanzreferent Hermann Weber, Baureferent Gerd Merkle sowie Theaterintendantin Juliane Votteler wollen in einem Abstimmungsprozess die möglichen Optionen für das weitere Verfahren verfeinern, die dann dem Stadtrat vorgeschlagen werden sollen. Grab blieb gestern Abend trotz pessimistischer Medienberichte dabei, dass der Theater-Container wie geplant bis zum Sommer 2011 noch die Kurve kriegen könnte. Die Zielsetzung des „Elefantentreffens“ am Dienstag sei die Antwort auf die Frage, „wie man dem Theater schnellstmöglich eine Interimsspielstätte ermöglichen könne, ohne gegen geltende Gesetze zu verstoßen“, so Grab, der gestern gegenüber der DAZ keinen Zweifel daran aufkommen ließ, dass die Stadt an der Container-Lösung für das Schauspiel festhalten werde.