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Sonntag, 20.09.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Gerüchte-Melder XVI

Nach der Stadtratswahl ist vor der Referentenwahl. In der Zwischenzeit müssen sich die gewählten Stadträte mit „ihren“ Parteien und zusammen mit „ihrem“ Oberbürgermeister auf einen Kurs verständigen. Dabei geht es, sollte man meinen, um Themensetzungen für die kommende Ratsperiode. Am 2. Mai wird in Augsburg ein zweites Mal gewählt: Der Stadtrat wählt „seine“ Referenten. In der Zeit zwischen der Kommunalwahl und der Refentenwahl ist alles im Fluss. In dieser Zeit entstehen in den Parteistuben täglich neue Pläne, die sich als Gerüchte verbreiten und von Auguren bewertet werden. Bis zur Referentenwahl gibt es deshalb das DAZ-Format „Gerüchte-Melder“.

Am Donnerstag werden die interfraktionellen Verträge zwischen der CSU, der SPD und den Grünen unterschrieben

Langsam wird es immer schwieriger ein Gerücht dergestalt zu verfeinern, sodass sich daraus eine differenzierte Spekulation ergibt. Die wichtigsten Personalentscheidungen sind getroffen und die inhaltlichen wie weltanschaulichen Differenzen zwischen den Parteien scheinen sich ohnehin in Zeiten der Fraktionszusammenschlüsse zu abstrakten Geruchslinien zu verflüchtigen. Am heutigen Mittwochabend will die SPD ihren Mitgliedern erklären, warum es notwendig ist, dass die SPD in der neuen Stadtregierung mit zwei Referenten vertreten ist. Am Ende soll die SPD-Basis entscheiden, ob die SPD-Führung diesen Weg tatsächlich gehen soll.