Gerüchte-Melder XII
Nach der Stadtratswahl ist vor der Referentenwahl. In der Zwischenzeit müssen sich die gewählten Stadträte mit „ihren“ Parteien und zusammen mit „ihrem“ Oberbürgermeister auf einen Kurs verständigen. Dabei geht es, sollte man meinen, um Themensetzungen für die kommende Ratsperiode. Am 2. Mai wird in Augsburg ein zweites Mal gewählt: Der Stadtrat wählt „seine“ Referenten. In der Zeit zwischen der Kommunalwahl und der Refentenwahl ist alles im Fluss. In dieser Zeit entstehen in den Parteistuben täglich neue Pläne, die sich als Gerüchte verbreiten und von Auguren bewertet werden. Bis zur Referentenwahl gibt es deshalb das DAZ-Format „Gerüchte-Melder“.
Überraschungsreferent Dirk Wurm
Als der Schreiber dieser Zeilen am vergangenen Dienstag gegen 16 Uhr im „Polit-Telegramm“ der Neuen Szene online las, dass Dirk Wurm der neue Ordnungsreferent der Stadt Augsburg werden soll, ging er davon aus, dass es sich um ein Gerücht handelt, das im altbackenen Aprilscherz-Format auf billige Lacher aus war. Als jedoch am Mittwoch die gleiche Meldung in der Augsburger Allgemeinen auftauchte, kam die DAZ um einen Anruf nicht mehr herum. Dirk Wurm bestätigte, dass er für diesen kühnen Plan in der SPD eine Mehrheit habe und erinnerte staatsmännisch daran, dass die Referenten aber erst am 2. Mai vom Stadtrat gewählt werden.
