DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Montag, 27.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Gegendarstellung

zum Bericht ‘“Schlammschlacht” um den Stempflesee’ vom 5. Juli 2013

Rainer Schaal

Berufsmäßiger Stadtrat – Referent für

Umwelt und Energie, Forsten und Kommunales




Über die Infoveranstaltung der Stadt Augsburg zur Sanierung des Stempflesees vom 03.07.2013 berichten Sie am 05.07.2013 um 16:45 Uhr wie folgt:

  • „Wohl inspiriert durch die Vorgänge beim Bau des Stempflesees in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts präsentierte der Umweltreferent einen “bürgernahen” Verwaltungsvorschlag zur Entschlammung. Zur Erinnerung: Als der See nach seiner Erstellung im Jahr 1924 undicht war, waren schon einmal Bürger im großen Stil in Aktion und brachten in zweijähriger Handarbeit eine Lehmschicht auf dem Seeboden ein. So konnte 1926 der See erfolgreich gefüllt werden und hielt sein Wasser bis zu einem Bombeneinschlag im Zweiten Weltkrieg. […] Ein ähnliches Szenario bürgerlicher Aktivität schwebte der Forstverwaltung wohl bei dem am Mittwoch unter Punkt 3.3 präsentierten Vorschlag “Entschlammung des Sees in Handarbeit” vor.“

Überdeutlich wird Ihre Darstellung des Vorschlags als Verwaltungsvorschlag nochmals in der Bildunterschrift „Verwaltungsvorschlag zur Entschlammung des Stempflesees“.

Tatsächlich habe ich in der Infoveranstaltung am 03.07.2013 unter „Punkt 3.3 Nährstoffanreicherung und Schlammproblem“ folgende Folie vorgestellt und dabei explizit darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um einen Vorschlag aus der Bürgerschaft handelt:

Vorschläge aus der Bürgerschaft

  • Zur Entschlammung des Sees kann ein Saugboot eingesetzt werden.

    oder

     
  • Der Schlamm könnte von Bürgern in Handarbeit abgeschaufelt werden.
  • Der Schlamm soll in die umliegenden Erdtrichter geleitet werden.“

Ihr Bericht vom 05.07.2013 (um 16:45 Uhr) stellt die Fakten leider falsch dar. Dies ärgert mich, da ich in der Sache eine offene Diskussion will, bei der alle Sanierungsvarianten und Entschlammungslösungen auf den Tisch kommen und bewertet werden. Das habe ich – auch in der Infoveranstaltung selbst – bereits mehrmals betont. Ihre Darstellung ist geeignet, weiter „Öl ins Feuer zu gießen“ und eine sachliche Diskussion zu verhindern. Eine sachliche Diskussion und eine gute Lösung für unseren Stempflesee liegen mir aber nicht nur am Herzen, dafür bin ich bei der Stadt Augsburg als Forst- und Umweltreferent auch verantwortlich.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Schaal

Berufsmäßiger Stadtrat

Anmerkung der Redaktion: Gemäß Art. 10 Bayerisches Pressegesetz sind wir zur Veröffentlichung dieser Gegendarstellung verpflichtet. Umweltreferent Rainer Schaal hat recht. Der Vorschlag zur Entschlammung per Hand kam tatsächlich aus der Bürgerschaft; dies wurde vom Berichterstatter übersehen.



» Die auf der Infoveranstaltung gezeigte Folie (pdf, 29 kB)