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Samstag, 25.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Fusion: Johannes Hintersberger feuert Breitseite gegen Grüne

Der Parteichef der Augsburger CSU, Johannes Hintersberger, der nicht nur dem Augsburger Stadtrat angehört, sondern auch Finanzstaatssekretär im Bayerischen Ministerium ist, hat sich die Augsburger Grünen zur Brust genommen.



Anlass der Kritik ist der Kampagnenstart der Augsburger Grünen gegen die geplante Fusion der Energiesparte der Stadtwerke und Erdgas Schwaben. Anlass der Schärfe der Kritik dürfte die Form der Grünen-Kampagne sein (siehe das oben angezeigte Provokativ-Plakat), die personalisierend auf OB Gribl abzielt und somit nicht dem Stil eines Bündnispartners entspricht. – Es sei festzuhalten, so Hintersberger, dass die Grünen ständig im Nahverkehr Verbesserungen verlangten, ohne die Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit schaffen zu wollen. Die Grünen seien nicht bereit, Rahmenbedingungen für die Stadtwerke zu schaffen, damit diese sich am Markt behaupten können. Sie seien demnach also auch nicht bereit, für eine zukunftsorientierte Entscheidung Verantwortung zu übernehmen. So äußerte sich Hintersberger in der Augsburger Allgemeinen. Weniger aufgeregt gab sich Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl kürzlich in einer Journalistenrunde. Gribl äußerte sich ein wenig säuerlich darüber, dass sich die Grünen Stadträte sehr sklavisch an eine Parteiräson halten, obwohl die Mehrheit der Fraktion für die geplante Fusion sei. Gribl gab sich beim Kamingespräch bezüglich der von ihm geschaffenen Dreier-Koalition gelassen: „Das Dreierbündnis wird durch die merkwürdige Haltung der Grünen zur Fusion nicht belastet“, so Gribl.