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Mittwoch, 26.01.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Friedensrede: Christian Wulff spricht über Demokratie

»Demokratie braucht persönliche Bekenntnisse: Damit Zusammenleben gelingt!« Unter dieser Prämisse spricht Christian Wulff – Bundespräsident a.D. – auf Einladung des Friedensbüros und Kooperationspartnern am Mittwoch, den 25.1.2017, im Rahmen der Reihe »Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft« im Augsburger Rathaus.

Christian Wulff (c) Laurence Chaperon

»Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.« Mit dieser Aussage in seiner Bremer Rede zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit sorgte Christian Wulff 2010 für kontroverse Diskussionen. Diskussionen, die bis in die Gegenwart nicht an Brisanz verloren haben. Wulff hatte sich in seinen Ämtern als Ministerpräsident von Niedersachsen und später als Bundespräsident stets um Fragen der Integration und des Dialogs der Religionen bemüht. Ein guter Grund, ihn in die Friedensstadt Augsburg einzuladen.

Als diesjähriger „Friedensredner“ spricht der Alt-Bundespräsident über Demokratie und Zusammenleben. Die Moderation des Gesprächs übernimmt Prof. Dr. Matthias Rossi, Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Europarecht sowie Gesetzgebungslehre der Universität Augsburg. »Wie können wir unser Zusammenleben in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt so gestalten, dass die Rechte aller gewahrt werden? Wie können wir mit Dynamiken umgehen, die unsere Gesellschaften radikal verändern, ohne Werte und Richtung zu verlieren? Frieden, Freiheit und die Möglichkeit zu einem Leben in Würde sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen immer wieder aufs Neue errungen werden.« Um dieses Ringen, von dem Wulff hier spricht, wird es auch am 25. Januar im Augsburger Rathaus gehen.

Die Vortragsreihe »Augsburger Reden« widmet sich aktuellen Themen der Vielfalt in der Friedensstadt Augsburg. Die Vorträge möchten das Verständnis für aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen fördern und mögliche Handlungsoptionen beleuchten. Es sprachen im Rahmen der Reihe bisher u.a. Mark Terkessidis, Navid Kermani, Gesine Schwan, Wilhelm Heitmeyer, Ilya Trojanow und Armin Laschet. Im Reformationsjahr 2017 steht die Vortragsreihe gemeinsam mit weiteren Veranstaltungen und mehreren Partnern im Zeichen des Mottos „Mutig bekennen, friedlich streiten.“ Das Gesamt-Programm »500 Jahre Reformation« finden Sie unter www.reformation2017augsburg.de.

»Demokratie braucht persönliche Bekenntnisse: Damit Zusammenleben gelingt!« Vortrag und Gespräch mit Christian Wulff. Moderation: Prof. Dr. Matthias Rossi, Universität Augsburg. Mittwoch, 25.01.2017, 19.00 Uhr (Einlass 18.15 Uhr), Rathaus Goldener Saal. Karten (5/3 Euro) in der Bürgerinfo am Rathausplatz, im AnnaPunkt und im Taschenbuchladen Krüger (Färbergäßchen 1).